Yannik Frers zündet den Turbo
  20.05.2014 •     Pressemitteilung

Jetzt wird es ernst bei den Sindelfinger Leichtathleten: Die Freiluftsaison ist in vollem Gange, bei zahlreichen Wettkämpfen waren am Wochenende VfL-Athleten am Start: in Halle, Pliezhausen oder Tübingen.

Beim Jump an Sound Tübingen waren die Stabhochspringer an der Reihe. Nach ihrem erfolgreichen Einsatz bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften griffen Fabian Schulze und Florian Gaul erneut zum Stab. Mit mäßigem Erfolg. Gaul schied ohne gültigen Versuch aus, Schulze konnte lediglich 4,85 Meter überqueren. Erfolgreicher startete die Wettkampfsaison für Joana Kraft. Sie hatte in der Halle 4,46 Meter überqueren können, im Tübingen reichte es zum Saisonauftakt für gute 4,25 Meter. Victoria von Eynatten scheiterte drei Mal an ihrer Anfangshöhe von 4,05 Metern.

In Halle an der Saale finden Mitte Mai die Halplus Werfertage statt. Deutschlands gesammelte Wurfelite geht hier an den Start. Da durfte im Kugelstoßwettbewerb auch der deutsche Vizemeister Tobias Dahm nicht fehlen. Der Sindelfinger schaffte es als bester Deutscher auf Platz sechs, stieß seine Kugel aber lediglich 18,52 Meter weit. Ein Arbeitsunfall macht ihm zu schaffen, bei dem er sich eine Platzwunde am Zeigefinger der Stoßhand zugezogen hatte. Im Diskuswurf der Männer ging Michael Salzer im B-Finale an den Start und zeigte eine konstante Serie, allerdings ohne Ausrutscher. Sein weitester Wurf wurde mit 58,75 Metern gemessen, das bedeutete Platz fünf hinter dem Magdeburger David Wrobel.

Die Kugel von Markus Reichle flog im U23-Wettbewerb 15,40 Meter weit, das reichte für Platz sieben. Um eine Haaresbreite scheiterte Simon Bayer im Kugelstoßen der U20 an der 18-Meter-Marke. 17,99 Meter wurden für den 18-Jährigen gemessen, der undankbarer Vierter wurde. Trainingskamerad Eric Bundschuh blieb ohne gültigen Versuch. Dafür klappte es bei Bundschuh im Diskuswurf. Vier Würfe landeten jenseits der 53 Meter. Damit wurde Bundschuh Vierter mit 53,55 Metern.

Auch das Läufermeeting in Pliezhausen hat Tradition. Deutschlands Top-Athleten auf den Sprint- und Laufdistanzen treffen sich hier zum Saisonauftakt. Oftmals werden unübliche, sogenannte krumme Strecken gelaufen. Laut jubeln durften die VfL-Sprinterinnen. Sabrina Lindenmayer, Ida Mayer, Tamara Seer und Nadine Hildebrand zeigten im ersten Lauf eine blitzsaubere Vorstellung.

Die Wechsel liefen wie am Schnürchen und das Staffelholz wurde entsprechend schnell von Nadine Hildebrand ins Ziel getragen. 45,44 Sekunden wurden für die Staffelmädels gestoppt, damit konnte das Quartett die eigene Bestzeit von den letztjährigen deutschen Meisterschaften deutlich toppen. Auch im zweiten Lauf, mit Janina Dums statt Tamara Seer, kamen ordentliche 45,73 Sekunden heraus. „Das hat sich richtig gut angefühlt. Bei den deutschen Meisterschaften wollen wir schließlich in einen guten Lauf kommen“, sagt Sabrina Lindenmayer.

Die Sindelfinger Männerstaffel mit Benjamin Bartel, Romed Guischard, Patrick Saile und Fabian Sterzing war mit 41,44 Sekunden ebenfalls schnell unterwegs. Einen starken Saisoneinstieg zeigte Guischard auch über die 80-Meter-Strecke. Er blieb mit seinen 8,89 Sekunden nur knapp hinter Hürden-Ass Gregor Traber. Über 600 Meter erkämpfte sich Jonas Kolzau in seinem Lauf mit 1:21,34 Minuten Rang vier. „Ich habe schon gestern einen Wettkampf gemacht und kann heute sehr zufrieden sein“, sagt er. Im spannenden A-Endlauf der Männer über 1000 Meter fiel es Patrick Oehler schwer sich durchzusetzen. Ihm blieb Rang zehn mit 2:23,13 Minuten.

Yannik Frers strahlte nach seinen beiden Läufen über die 300-Meter-Hürden. Im ersten Anlauf war der Sindelfinger noch verhalten unterwegs, im zweiten zündete er den Turbo. 38,5 Sekunden wurden für ihn gemessen. „Das Gefühl beim Laufen war richtig geil, ich bin jetzt richtig gespannt, was nächste Woche bei den baden-württembergischen Meisterschaften geht.“

Den dritten Platz über die 80-Meter-Strecke sicherte sich die nach einer Verletzung wieder erstarkte Ida Mayer in 10,07 Sekunden, Janina Dums wurde mit 10,37 Sekunden Neunte. Zur Bestzeit über die ungewohnte 150-Meter-Strecke sprintete Tamara Seer. Sie war 39,34 Sekunden schnell und belegte Rang drei. „Es geht wieder aufwärts. Im Trainingslager haben wir hart gearbeitet und jetzt komme ich so langsam wieder in Form“, sagt Seer.

erstellt von szbz.de (SD)