Yannik Frers setzt ein Ausrufezeichen
  28.07.2015 •     Pressemitteilung

Der letzte Saisonhöhepunkt der Sindelfinger Leichtathleten ist Geschichte. Mit Tobias Dahm hat der VfL Sindelfingen einen Medaillengewinner feiern können.

Der war zwar zufrieden mit seinem zweiten Platz und der Silbermedaille hinter David Storl, wollte aber die 20-Meter-Marke knacken und war dementsprechend enttäuscht über seine Weite von 19,83 Metern. Nach seinem letzten Versuch riss er sich gar frustriert die Startnummer vom Leib. „Die 19,83 Meter waren recht locker, dann wollte ich weiter stoßen, aber sobald ich richtig Gas gebe, wird es technisch unsauber“, so Dahm. Heute Abend treffen sich die VfL-Leichtathleten ab 19 Uhr zu ihrem traditionellen Sommerfest im Floschenstadion.

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Einen Riesen-Erfolg konnte Yannik Frers feiern, der im Finale über die 400-Meter-Hürden Sechster wurde. „Die Stimmung war heftig und hat mir einen großen Schub gegeben. Ich konnte voll auf die Hürden gehen und habe versucht dran zu kommen“, sagt Yannik Frers. „Die letzte Hürde war diesmal meine Beste, da bin ich richtig davon gezogen. Wieder eine Bestzeit und dann diese Platzierung im Finale ist richtig geil.“

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Überraschend war auch der Endlauf-Platz von Niklas Rippon. Der US-Amerikaner mit deutscher Staatsbürgerschaft schaffte es schon bei den deutschen Hallenmeisterschaften in das Finale. Nun wollte er diesen Erfolg auch in Nürnberg über die 110-Meter-Hürden-Strecke wiederholen. Rippon setzte alles daran sein Ziel zu erreichen. Im ersten Vorlauf gab es bis zum Ende alles. Und erzielte eine neue Bestleistung. Mit 14,11 Sekunden klappte es auch mit dem Traum von einem deutschen Meisterschaftsfinale. Als Siebter zog er ins Finale ein, als Siebter kam er nach 14,30 Sekunden auch ins Ziel.

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Einen guten sechsten Platz gab es am Sonntag nach zum Schluss: Die 4x400-Meter-Staffel der Blau-Weißen lief nach 3:16,62 Minuten ins Ziel. Alexander Schif und Patrick Saile absolvierten die ersten beiden Runden für die Sindelfinger. Yannik Frers holte den Rückstand auf und brachte den VfL in Front. Die erste Position im ersten Zeitendlauf verteidigte Patrick Oehler auf der Zielgeraden. Im stärker besetzten zweiten Endlauf waren noch fünf Staffeln schneller.

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Enttäuscht mussten Sabrina Lindenmayer und Peter Esenwein nach Hause fahren. Sie verpassten knapp das Finale ihrer Disziplinen. Im Speerwurf hatte Peter Esenwein mit dem starken und böigen Gegenwind zu kämpfen. Bei den süddeutschen Meisterschaften hatte er im letzten Moment die Qualifikation für die nationalen Meisterschaften gepackt, in Nürnberg kam der 46-Jährige nicht gut in den Wettkampf und schied mit 69,81 Metern als Neuntplatzierter aus. „Das ist ärgerlich, ich wollte heute den Endkampf erreichen, aber es war schön, noch mal bei deutschen Meisterschaften zu werfen“, sagt Esenwein.

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Pech hatte Hürdensprinterin Sabrina Lindenmayer. Sie zeigte ein gutes Rennen über die 100-Meter-Hürden-Strecke – bis zur Hürde Nummer sieben. An der blieb Lindenmayer hängen, stolperte, lief in die nächste Hürde und musste das Rennen beenden. Im Ziel vergoss Lindenmayer bittere Tränen, wollte sie es doch wie im Vorjahr wieder ins Finale der schnellsten Acht schaffen, doch so war nach dem verkorksten Vorlauf schon Endstation.

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Auch Patrick Oehler trottete niedergeschlagen aus dem Stadion. Der 800-Meter-Läufer hatte schon im letzten Jahr das Finale knapp verpasst. In Nürnberg wurde es wieder nichts mit dem Endlauf. In drei Vorläufe wurden die Athleten aufgeteilt. Der erste legte vor und war sehr schnell unterwegs. Im zweiten Vorlauf wurde weniger stark aufs Tempo gedrückt. Die Athleten verließen sich auf ihre Sprintfähigkeiten zum Schluss. Oehler war in einer guten Ausgangsposition unterwegs. Doch auf der Zielgeraden verließen ihn die Kräfte. Wie schon bei den Landesmeisterschaften in der Halle musste er Sebastian Karl vorbeiziehen lassen. Als Neunter schied Oehler in 1:50,61 Sekunden knapp aus.

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Patrick Saile war über die 200-Meter-Strecke 21,96 Sekunden schnell unterwegs, kam aber nicht über den Vorlauf hinaus. Romed Guischard stand über die 100 Meter im Startblock. Er hatte in diesem Jahr mit einer Nervenentzündung im Oberschenkelbeuger zu kämpfen und freute sich überhaupt antreten zu können. Mit 10,61 Sekunden bot er eine gute Vorstellung und ging als Gesamt-17. in die Ergebnisliste ein.

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Lange auf seinen Einsatz warten musste das Sindelfinger 4x100-Meter-Quartett. Startläufer Deniz Almas übergab an Romed Guischard, der reichte das Staffelholz an Patrick Saile weiter, die Übergabe an Alexander Schif lief dann nicht ganz rund, der VfL-Athlet zeigte aber ein gutes Finish und war nach 40,95 Sekunden im Ziel. Im Gesamt-Klassement reihten sich die Sindelfinger als 9. ein.

 

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