Vier schnelle Frauen sind nicht zu stoppen
  30.06.2014 •     Pressemitteilung

Den baden-württembergischen Meistertitel gewann Fabian Schulze. Er sprang im Frankenstadion am Höchsten und überflog 5,20 Meter.

Florian Gaul hatte im Wettkampf Probleme mit den schlechten Bedingungen. Regen und ein böiger Wind machten dem Stabhochspringer das Leben schwer. Gaul konnte nur seine Anfangshöhe von 4,80 Metern im dritten Durchgang überspringen. Auf einen vierten Rang über die 5000 Meter lief Katharina Becker in 18:11,02 Minuten.

Gleich drei Medaillen durfte sich Tamara Seer umhängen lassen. Über die 400-Meter-Strecke lief nur Daniela Ferenz schneller, dahinter reihte sich Seer in 56,01 Sekunden ein. Eine weitere Silbermedaille kam über die 100-Meter-Strecke dazu. Im Zeitvorlauf war Seer 11,98 Sekunden schnell gewesen, im Finale reichten 12,04 Sekunden für den Vizemeistertitel. „Das war nicht so mein Tag, bei den Bedingungen ist es mir sehr schwer gefallen“, sagt Seer. Ida Mayer kam in 12,35 Sekunden auf den fünften Platz. Zur Bestleistung lief im 800-Meter-Lauf der Frauen Anna Becker. 2:14,38 Minuten reichten auf Rang acht.

Den Diskuswurf der Männer entschied Artur Hoppe für sich. Eigentlich als Kugelstoßer bekannt, doch gelernter Diskuswerfer, trumpft Hoppe des Öfteren mit seinen Diskuswurf-Fähigkeiten auf. So auch in Heilbronn, wo er sein Wettkampfgerät 54,18 Meter weit schleuderte und Gold holte.

Im Kugelstoßen musste er sich allerdings hinter Trainingskamerad Tobias Dahm mit Rang zwei begnügen. Dahm hatte bereits am Freitag in Schönebeck mit 19,38 Metern überzeugt, in Heilbronn kam er auf 18,98 Meter und siegte vor Hoppe, der 18,28 Meter weit stieß. Rang vier ging an Markus Reichle mit 15,77 Metern. Allesamt hatten die Kugelstoßer unter dem gefluteten Ring zu leiden.

Den Vizemeistertitel über die 400-Meter-Hürden erlief sich Yannik Frers. Er benötigte für die mit Hürden gespickte Stadionrunde 54,91 Sekunden, stellte eine neue Bestleistung auf und gewann Silber.

Gleich zwei blau-weiße Athleten durften nach dem 400-Meter-Lauf aufs Podest steigen. Manuel Ilg und Fabian Sterzing lieferten sich mit dem Tübinger Luca Randazzo ein heißes Rennen. Ilg siegte mit deutlichem Vorsprung in 48,11 Sekunden, dahinter gewann Randazzo Silber, Fabian Sterzing lief in neuer Bestleistung auf den Bronzerang und war 48,93 Sekunden schnell. „Durch den Regen war alles etwas langsamer, aber ich bin gut drauf und brauche einfach mal ein schnelles Rennen“, sagt Manuel Ilg. Auf der 200-Meter-Strecke durfte er sich am nächsten Tag die Silbermedaille umhängen lassen. Ilg lief 22,02 Sekunden und siegte knapp gegen Patrick Saile, der 22,15 Sekunden schnell war.

Drei Athleten im blau-weißen Trikot standen im 100-Meter-Finale in den Startblöcken. Platz sechs bis acht gingen an den VfL Sindelfingen. Romed Guischard war im vereinsinternen Duell der Schnellste und wurde in 10,88 Sekunden Sechster, es folgten Patrick Saile mit 11,04 Sekunden und Carsten Theurer mit 11,65 Sekunden. Gemeinsam mit Benjamin Bartel trat das VfL-Quartett auch in der 4x100-Meter-Staffel an und sicherte sich in Saisonbestleistung von 41,31 Sekunden Bronze.

Überlegen zu Gold sprinteten die Sindelfinger Staffelfrauen. Sabrina Lindenmayer, Ida Mayer, Tamara Seer und Schlussläuferin Nadine Hildebrand waren nicht zu schlagen und rannten mit 45,13 Sekunden auf den ersten Platz der deutschen Jahresbestenliste. „Alle Wechsel waren gut und fast ausgereizt. Für die deutschen Meisterschaften in Ulm haben wir uns eine Medaille vorgenommen, aber sind auf keinen Fall die Favoriten“, sagt Hildebrand. Ein zweites Mal Gold gab es für Sabrina Lindenmayer. Sie dominierte die 100-Meter-Hürden-Strecke und verteidigte in 13,81 Sekunden ihren Titel. „Heute ging es mir darum den Titel zu verteidigen und zwei Mal Gold für zwei Starts ist toll“, so Lindenmayer.

Eigentlich für seine Stärke auf längeren Distanzen bekannt, versuchte sich Johannes Bergdolt am Samstag über die 800-Meter-Strecke und belegte bei den Männern in 1:57,71 Minuten den zwölften Platz. Am Sonntag dann stand der 1500-Meter-Lauf mit gleich zwei Sindelfingern im Feld an. Patrick Oehler tat sich im starken Feld schwer und musste sich mit Platz vier in 3:52,91 Minuten zufrieden geben. „Taktisch bin ich wie ein Anfänger gelaufen, aber die Zeit ist in Ordnung“, sagt Oehler. Platz neun in 3:55,53 ging an Johannes Bergdolt. Zum wiederholten Mal hatte Matthias Uhrig bei den Landesmeisterschaften kein Glück. Der Dreispringer hatte sich in den letzten Jahren zwei Mal Verletzungen zugezogen, am Sonntag musste er aufgrund starker Wadenkrämpfe aufgeben. Zeitgleich scheiterte Stabhochspringerin Martina Schultze drei Mal an ihrer Anfangshöhe von 4,20 Metern und verpasste den Landesmeistertitel. Zum Abschluss der Meisterschaften sorgte das 4x400-Meter-Quartett für ein versöhnliches Ende. In 3:16,89 Minuten siegten Manuel Ilg, Fabian Sterzing, Patrick Oehler und Alexander Schif überlegen. „Wir haben mit deutlichem Vorsprung gewonnen“, sagt Staffelkoordinator Bernd Koschka.

erstellt von szbz.de (SD)