Vier Medaillen und sieben Top-Platzierungen
  29.07.2014 •     Pressemitteilung

Vier Medaillen haben sie gewonnen, zahlreiche weitere Top-Leistungen gezeigt. Die Leichtathleten des VfL Sindelfingen waren bei den deutschen Leichtathletikmeisterschaften erfolgreich. Bei wechselhaften Bedingungen im Ulmer Donaustadion konnten die Blau-Weißen neben den Medaillenrängen weitere sieben Plätze unter den besten acht Leichtathleten Deutschlands erringen.

Auf Platz acht über die 800-Meter-Strecke lief Patrick Oehler. Der Sindelfinger war im Vorlauf der Konkurrenz davongestürmt. In einem engen Finale am Sonntag hatte der VfL-Athlet dann das Nachsehen. 200 Meter vor dem Ziel begann ein Sprintduell, Oehler versuchte von den Außenbahnen nach vorne zu kommen, hielt den Angriffen der Konkurrenz allerdings nicht stand und kam als Achter in 1:51,16 Minuten ins Ziel. ?Das war heute kein guter Lauf von mir, aber das passiert in so einem Rennen. Trotzdem bin ich enttäuscht?, sagt Oehler.

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Für eine weitere Sindelfinger Top-Platzierung sorgte die zweite Sindelfinger Hürdensprinterin Sabrina Lindenmayer. Neben Nadine Hildebrand lief sie im 100-Meter-Hürden-Finale ebenfalls zu einer neuen Bestzeit und landete auf einem starken fünften Platz. Sie durfte über 13,27 Sekunden jubeln. ?Das war stark, nach meiner Verletzung vor zwei Wochen konnte ich fast nicht mehr trainieren und dann das. Ich bin froh, dass alles gehalten hat. Mit einer Bestzeit hätte ich nie gerechnet?, sagt Lindenmayer.

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Ebenfalls im Finale über eine Hürdenstrecke stand Tamara Seer. Überraschend entschied sie sich, es kurz vor den deutschen Meisterschaften doch einmal über die 400-Meter-Hürden-Strecke zu versuchen, prompt fiel die benötigte Qualifikationsnorm. Als Vorlauf-Vierte ließ sie gestandene Langhürden-Profis hinter sich. Für das Finale qualifizierte sich Seer mit 59,82 Sekunden. Am Sonntag konnte die Sindelfingerin sogar noch etwas drauflegen. Um eine ganze Sekunde steigerte die aufopferungsvoll kämpfende Athletin ihre Bestzeit auf 58,85 Sekunden. Außenseiterin Seer schaffte es auf Platz sechs. Sie war auch über die 100 Meter am Start und sprintete mit 11,70 Sekunden auf Platz 14.

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Knapp war das Duell im Stabhochsprung der Männer. Hier sprang Florian Gaul an der Bronzemedaille vorbei und wurde Sechster, die vielen Fehlversuche kosteten ihn den dritten Platz. Zahlreiche Favoriten hatten sich für den Stabhochsprung verletzungsbedingt abgemeldet, Titelanwärter Malte Mohr scheiterte drei Mal an den 5,30 Metern. Auch Florian Gaul kam schwer in den Wettkampf, erst im dritten Versuch über 5,10 Meter meisterte er die Höhe. Bei den 5,30 Metern war es ebenfalls der dritte Versuch, in dem sich Gaul über die Latte schwang. Drei Mal scheiterte er anschließend an den 5,40 Metern, die nur Tobias Scherbarth und Marvin Caspari überwinden konnten. Allein die vorangegangenen vier Fehlversuche verhinderten eine bessere Platzierung für den Sindelfinger, Bronze ging mit 5,30 Metern an Daniel Clemens.

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Enttäuschend endete der Dreisprung-Wettkampf für Matthias Uhrig. Dem Sindelfinger gelangen nur zwei Versuche, beim Anlauf zum dritten Durchgang zog er sich eine Muskelverletzung in der Wade zu und musste den Wettkampf abbrechen. Mit 15,51 Metern landete er auf dem achten Platz.

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Eva Baur, gerade nach einer längeren Verletzungspause wieder zurückgekehrt, trat im 100-Meter-Lauf an. Im Vorlauf ging es für die Athletin des VfL Sindelfingen gerade gegen die Favoritin und zurzeit schnellste Deutsche Verena Sailer von der MTG Mannheim. Die Sprinterin gab kräftig Gas und stürmte vorneweg. In deutlichem Abstand folgte dahinter der Rest des Feldes. Eva Baur gab alles und erreichte das Ziel als Sechstplatzierte mit einer Zeit von 11,76 Sekunden. Für den Einzug ins Finale reichte diese Zeit nicht, eine gute Zehntelsekunde fehlte zum Endlauf. ?Meine Leistung war gut, hätte ich trainieren können, hätte es fürs Finale gereicht?, sagte Baur.

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Trainingskamerad Romed Guischard schied ebenfalls nach seinem 100-Meter-Vorlauf aus. 10,70 Sekunden wurden für den Sindelfinger gestoppt. In Saisonbestleistung kam dagegen 400-Meter-Mann Manuel Ilg ins Ziel. Er war 47,73 Sekunden schnell und verpasste das Finale über die Stadionrunde. ?Das war schade. Eigentlich ist mehr drin?, sagte Ilg.

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An seinen ersten deutschen Meisterschaften bei den Aktiven nahm Johannes Bergdolt teil. Er lief die fünf Kilometer in 15:05,00 und erreichte Platz 22. Auf das Konto der VfL-Athleten gingen noch gute Staffelplatzierungen. Rang fünf über die 4x100-Meter-Strecke erkämpften sich Benjamin Bartel, Romed Guischard, Patrick Saile und Carsten Theurer mit einer Zeit von 41,04 Sekunden. Elfte wurde die zweite Sindelfinger Staffel mit den Nachwuchs-Männern Moritz Berger, Johannes Wiesner, Deniz Almas und Luis Haidt in 41,51 Sekunden. Den sechsten Platz erreichte die 4x400-Meter-Staffel der Männer. Fabian Sterzing, Manuel Ilg, Alexander Schif und Patrick Oehler brachten das Holz nach 3:14,99 Minuten ins Ziel.

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