VfL-Talente trotzen allen Widrigkeiten
  04.05.2017 •     Pressemitteilung

Die Nachwuchs-Athleten des VfL Sindelfingen haben sich im württembergischen Finale der deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaften (DJMM) in Bönnigheim achtbar aus der Affäre gezogen. Sowohl die Jungs als auch die Mädchen belegten dabei Platz fünf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Sindelfinger Starter in Bönnigheim: Jonas Mayer, Florian Dick, Tamara Schaßberger, Franziska Lang, Max Behrendt, Susanne Ernst, Thomas Nagel, Finn Korölus, Manuel Krebs, Justus Gaude, Lago Carreiro Kirsche, Leonard Baranski, Nina Nawroth, Toni Dietz, Leonie Gomes Ribeiro (von links). Bild: buggi
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Nach Durchsicht der Teilnehmerliste war den VfL-Verantwortlichen klar, dass die Siege der letzten drei Jahre nicht wiederholbar waren, dazu fehlten einige der Spezialisten.

Doch die verbliebenen VfL-Athleten zeigten vollen Einsatz, auch in unvertrauten Disziplinen. So zeigte sich bespielsweise Jonas Mayer kurzfristig bereit ins Wasser zu springen und mit den zehn immerhin 99 Zentimeter hohen Hürden Neuland zu beschreiten, dabei mehrfach hängen zu bleiben, einmal zu stürzen, wieder aufzustehen und sich nach 110 Meter ins Ziel zu retten, um dem Team wertvolle Punkte zu sichern.

Auch für den U-18-Athleten Manuel Krebs waren die U-20-Hürden eigentlich noch zu hoch, doch als Mehrkämpfer hatte er hier einen Erfahrungsvorteil und kam nach 19,60 Sekunden ins Ziel.

Er und Trainingspartner Finn Korölus brachten jeweils 1,68 Meter im Hochsprung in die Wertung. Jonas Mayer hingegen steuerte in seiner Disziplin Weitsprung 5,73 Meter bei, die zweite Weite kam von Florian Dick, der 5,30 Meter sprang. Jonas Mayer punktete zudem noch im Kugelstoßen mit 9,52 Metern.

Hammerwurf-Spezialist Lars Böttinger zeigte, dass er das Kugelstoßen nicht verlernt hat und kam auf 11,40 Meter. In der zweiten Wurfdisziplin ließ Manuel Bacsgony seinen Diskus auf 38,20 Meter fliegen, Max Behrendt kam auf 26,00 Meter. Auch in seiner angestammten Disziplin 100 Meter lieferte er eine glatte Zahl ab, zwölf Sekunden. Guter Einstand auch von Eric Joos, der erst in der Hallensaison mit seinem Zwillingsbruder Jannis zur Leichtathletik stieß und bei starkem Gegenwind 12,42 Sekunden erzielte.

Über 800 Meter liefen Thomas Nagel 2,15,45 Minuten, in die Punkte kamen Justus Gaude mit 2,12,74 Minuten und Leonard Baranski, der 2,00,15 Minuten benötigte. Dass er auch sprintstark ist, bewies Leonard Baranski als Schlussläufer der 4x100 Meter Staffel, wo er mit Eric Joos, Max Behrendt und Jonas Mayer nach 45,90 Sekunden das Ziel erreichte. Auch die zweite Staffel mit Jannis Joos, Florian Dick, Iago Carreiro-Kirsche und Finn Korölus erzielte mit 47,35 Sekunden eine achtbare Zeit.

Am Ende kam die VfL-Truppe mit 8785 Punkten auf den fünften Platz, und Jugendleiter Hans-Jürgen Burgstahler war dennoch zufrieden: „Es war eine Freude, die Jungs durch den Tag zu führen, da hat jeder für den anderen gekämpft. Mindestens genauso traf das aber auch auf das Mädchen-Team zu, das wir nach drei Jahren wieder stellen konnten.“

Nur sechs blieben letztendlich übrig, die sich durch die Disziplinen arbeiteten. Dabei lieferte Nina Nawroth eine starke Vorstellung ab. Mit der eigentlich noch zu schweren Vier-Kilo Kugel kam sie auf 8,65 Meter. Toni Dietz stieß 7,02 Meter. Nina Nawroth ließ zudem noch den Diskus auf 27,49 Meter fliegen und war auch im Hochsprung mit 1,52 Metern beste Sindelfingerin.

Franziska Lang musste zweimal disziplinfremd starten und warf den Diskus auf 19,05 Meter und absolvierte die 100 Meter Hürden in 19,32 Sekunden. Toni Dietz war mit 18,67 Sekunden etwas schneller und musste zum Schluss noch auf die ungeliebten 800 Meter, wo die Uhr nach 2,50,76 Minuten stehen blieb. Leonie Gomes Ribeiro gab alles. 2,45,66 Minuten war der Lohn. Zudem lief sie noch die 100 Meter in 14,79 Sekunden und durfte sich im Weitsprung über eine neue Bestleistung von 4,44 Meter freuen.

Hier trat auch noch eine VfL-Athletin an, welche üblicherweise in die Höhe statt in die Weite springt, Stabhoch-Ass Tamara Schaßberger stellte sich in den Dienst der Mannschaft und sprang 4,83 Meter weit. Erfreulich auch die Rückkehr von Susanne Ernst auf die Bahn nach fast zwei Jahren verletzungsbedingter Wettkampfpause. Sie absolvierte die 100 Meter in 14,01 Sekunden und sprang mit 1,44 Metern im Hochsprung fast wieder an ihre alte Form heran.

In der 4x100 Meter Staffel konnten Franziska Lang, Susanne Ernst, Toni Dietz und Leonie Gomes Ribeiro nach 54,46 Sekunden das Ziel erreichen. Die Ausbeute für die VfL-Mädchen war letztendlich ebenfalls Rang fünf mit 7165 Punkten.

 

erstellt von Buggi -SZBZ