VfL-Athlet Bergdolt: Experte für die Mittelstrecke
  26.06.2013 •     Pressemitteilung

Der erfolgreichste Sindelfinger war dabei Johannes Bergdolt. Der 18-Jährige war schon in der Halle bei den Landesmeisterschaften erfolgreich und holte sich über 1500 Meter und 3000 Meter den Titel. In Karlsruhe wiederholte Bergdolt dieses Meisterstück erneut und wurde zum Doppelmeister über die Langstrecken gekürt.

Zuerst stand für ihn der 3000-Meter-Lauf an. Lange hielt sich Johannes Bergdolt an sechster Stelle, ehe er knapp zwei Runden vor Schluss aufs Gas drückte. ?Ich habe die Chance ergriffen und durchgezogen, 500 Meter vor dem Ziel mussten die anderen abreißen lassen?, sagt Bergdolt, der mit einem komfortablen Vorsprung von mehr als vier Sekunden in 8:47,09 Minuten ins Ziel lief.

Über die 1500 Meter hatte es der Sindelfinger am nächsten Tag weniger leicht. Vor der letzten Runde zog er auf der Zielgeraden nach vorne, lief sich zwischenzeitlich einen großen Vorsprung heraus, wurde aber kurz vor dem Ziel von der Konkurrenz noch einmal unter Druck gesetzt. Für den Sieg in 3:56,83 Minuten reichte es dennoch und Johannes Bergdolt bewies erneut, dass er der zurzeit schnellste jugendliche Langstreckenläufer im Land ist. ?Besser geht es natürlich nicht, das war gut fürs Selbstbewusstsein?, sagt der 18-Jährige.

Neunter über 1500-Meter-Strecke wurde Tobias Kocholl in 4:09,61 Minuten. Auch bei der weiblichen Jugend war der VfL über die 1500 Meter vertreten. Hier lief Luisa Moroff auf Rang fünf und kam nach 4:50,11 Minuten ins Ziel.

Für eine weitere Sindelfinger Medaille sorgte Jonas Kolzau über die 800 Meter. Der 19-Jährige war mit der schnellsten Meldezeit ins Rennen gegangen, musste sich aber dem schnellen Rottenburger Hannes Bäuerle geschlagen geben. Zeitgleich mit Rudolf Sämann spurtete Kolzau nach zwei Stadionrunden über die Ziellinie. Beide Athleten gewannen mit ihren 1:57,68 Minuten die Silbermedaille. Für ein versöhnliches Ende sorgte dann die 4x400-Meter-Staffel. ?Da konnte ich am Schluss noch den Sindelfinger Doppelsieg auf der Zielgeraden holen?, sagt Jonas Kolzau stolz.

Eine ähnliche Medaillensammlung wie Kolzau hat auch Sebastian Neumann vorzuweisen. Der VfL-Athlet gewann mit der 4x100-Meter-Männerstaffel Gold, für Silber reichte es über die 200-Meter-Distanz.

Auch wenn Neumann zuerst einen Rückschlag einstecken musste. Über 100 Meter hatte der 18-Jährige Pech mit dem Gegenwind, im Endlauf wollte nach einem guten Start dann gar nichts mehr klappen. Mit 11,29 Sekunden musste er sich mit Platz sechs begnügen musste. Am Sonntag startete der Sprinter voll durch. Ein lockerer Vorlauf brachte Neumann in den erhofften Endlauf. ?Dort hab ich dann alles gegeben und war fast ein bisschen überrascht über die Silbermedaille, da die 200 Meter in dieser Saison aufgrund des Trainingsrückstandes bisher noch nicht so gut liefen?, sagt Sebastian Neumann, der in 22,82 Sekunden zum Edelmetall sprintete.

In den Zwischenlauf über 100 Meter reichte es Deniz Almas, der in der zweiten Runde mit guten 11,30 Sekunden ausschied. Genau vier Meter überquerte Steffen Mögel im Stabhochsprung. Das reichte für einen guten sechsten Platz. Fünfte wurde die zweite Sindelfinger Stabhochspringerin Hanna Stahl. Sie überquerte 2,90 Meter im ersten Versuch. Den undankbaren vierten Platz belegten die Läuferinnen des VfL mit der 4x100-Meter-Staffel. In der Besetzung Carolin Klein, Christin Gonsior, Romy Rudisile und Katharina Hudak schaffte es das Quartett nach 49,29 Sekunden ins Ziel. Schlussläuferin Katharina Hudak erreichte das Finale über 200 Meter, wo sie mit 27,26 Sekunden Achte wurde.

Die erhoffte Goldmedaille sicherte sich Yannik Frers. Der 400-Meter-Hürden-Spezialist war in 56,14 Sekunden der überlegene Sieger und knackte die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock. ?Bis auf die achte Hürde war alles in Ordnung. Jetzt muss ich halt noch daran arbeiten und generell meine Zeit auf den 400 Metern verbessern.?, so der Sindelfinger.

Ebenfalls Gold gewann Kugelstoßer Simon Bayer, der trotz einer Kapselverletzung im Finger mit 17,10 Metern überzeugte: ?Ich musste mich zurückhalten und das ist schade, weil ich daran geglaubt habe, vielleicht doch noch die EM-Norm zu packen.?