Top-Athletin nutzt Hildebrands Windschatten
  29.04.2014 •     Pressemitteilung

Sie zählt zu den besten deutschen Hürdensprinterinnen, gewann in der vergangenen Hallensaison mehrere Medaillen und darf sich seit Februar deutsche Hochschulmeisterin nennen. Sabrina Lindenmayer ist beim VfL Sindelfingen zu einer Top-Athletin gereift, steht aber oft im Schatten ihrer noch stärkeren Mitstreiterin Nadine Hildebrand. Keine einfache Rolle.

Schon im Sommer zeigte die 24-Jährige bei den deutschen Meisterschaften in Ulm eine starke Leistung, in der Hallensaison zeigte sie bei ihren Wettkämpfen große Konstanz und hat sich an Deutschlands erweiterter Spitze im Hürdensprint etabliert. Im Schatten ihrer erfolgreichen Trainingskameradin Nadine Hildebrand lief Sabrina Lindenmayer zwar stets hinterher, aber das immer noch schneller als die gesamte andere Konkurrenz. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften, den süddeutschen Meisterschaften und dem Sindelfinger Hallenmeeting standen beide VfL-Athletinnen deswegen gemeinsam auf dem Podium und machten Sindelfinger Doppelsiege perfekt.

Auch im Training profitieren beide Hürdensprinterinnen stark voneinander, denn beinahe jede der zahlreichen Einheiten absolvieren die Athletinnen gemeinsam. Ob im Kraftraum, auf der Rundbahn oder auf dem Rasen das Hürdenduo ist gemeinsam unterwegs und treibt sich gegenseitig zu Top-Leistungen. Von denen nicht zuletzt die Weltmeisterschafts-Siebte Hildebrand enorm profitiert. „Ich brauche diese Konkurrenzsituation auch im Training, dann bringe ich bessere Leistungen“, sagt sie.

Bei Sabrina Lindenmayer ist das ähnlich: „Natürlich profitiere ich sehr von Nadine. Besonders bei gemeinsamen Hürdeneinheiten aus dem Block spornt es einen doch immer mehr an. Man möchte dann natürlich nicht schlecht aussehen. “

So hat sich Lindenmayer, wohl auch dank der motivierenden Trainingsbedingungen, in letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Vor knapp sieben Jahren kam sie vom TV Engen zum VfL Sindelfingen und war schon da als talentierte Nachwuchskraft bekannt. Von Anfang an trainierte sie unter Werner Späth. Damals war auch Ina Baumann noch aktiv, gemeinsam bildeten sie ein starkes Duo. Doch dann beendete Baumann ihre erfolgreiche aber kurze Sportlerkarriere und Sabrina Lindenmayer hatte es als Einzelkämpferin schwer.

„Es war natürlich teilweise schwierig, alleine zu trainieren. Gerade Tempolaufeinheiten fallen zu zweit dann doch deutlich leichter“, erklärt die Hürdensprinterin. Umso mehr freute sich Lindenmayer, als sie erfuhr, wer in ihre Trainingsgruppe wechseln wollte. „Da Nadine und ich uns ja bereits von Trainingseinheiten kannten, habe ich mich auf die zahlreichen kommenden gemeinsamen Trainingseinheiten gefreut“, sagt Sabrina Lindenmayer zum Entschluss von Nadine Hildebrand, zukünftig unter Werner Späth zu trainieren.

Seitdem ist die Sindelfingerin zu einer festen Größe im deutschen Hürdensprint gewachsen. 2012 zog sie bei den deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid überraschend ins Finale ein und wurde Achte. Auch die deutschen Meisterschaften 2013 verliefen erfolgreich: Hatte sie bei den vorangegangenen Wettkämpfen häufig unter schlechten Bedingungen zu leiden, so platzte bei den deutschen Meisterschaften in Ulm der Knoten. Im Finale stürmte die 24-Jährige mit einer neuen Bestzeit ins Ziel und wurde überraschend Fünfte.

Auch in der zurückliegenden Hallensaison landete Lindenmayer bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig auf dem fünften Rang. Ganz zufrieden, war sie aber nicht. „Natürlich habe ich mir mehr erhofft. Ich war als Vierte gemeldet, da war jetzt nicht das Ziel Fünfte zu werden.“ Auf schnellere Zeiten hatte die VfL-Athletin ebenfalls gehofft.

„Ich habe zwar meine Bestzeit zum Vorjahr verbessert, da sich im Training aber immer wieder mal abgezeichnet hat, dass eine bessere Zeit drin sein müsste, bin ich nicht völlig zufrieden. Aber ich habe diese Hallensaison zeigen können, dass ich ziemlich konstant auf einem guten Niveau laufen kann.“

In der Freiluftsaison sollen nun auch die Ergebnisse stimmen und dafür schuftet Lindenmayer gerade im Kraftraum, bei Läufen oder im Hürdentraining. „Im Krafttraining quälen wir uns momentan mit häufigeren Wiederholungen und weniger Gewicht“, sagt die Studentin der pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, die sich zurzeit mitten im Examensstress befindet. Mindestens 13,40 Sekunden will sie in diesem Sommer über die 100-Meter-Hürden schnell sein. „Verbessern möchte ich besonders meine Beschleunigung an die erste Hürde, das war in der Hallensaison immer meine Schwachstelle.“

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