Tobias Dahm holt sich Silber
  27.07.2015 •     Pressemitteilung

Eine Medaille, vier weitere Finalteilnahmen und mehrere verpatzte Chancen unter die Top Acht zu kommen: Das Fazit der Sindelfinger Leichtathleten von den deutschen Meisterschaften dürfte gemischt ausfallen.

Auf den Punkt fit war Kugelstoßer Tobias Dahm. Im ehemaligen Nürnberger Frankenstadion, nun Grundig-Stadion getauft, wurde es am Sonntagmittag auf dem Rasen noch einmal spannend. Die Kugelstoßer waren direkt vor der Gegengeraden platziert und lieferten sich ein Duell auf hohem Niveau. Allen voran David Storl. Seit Jahren beherrscht er schon das Kugelstoßen in Deutschland, hatte kürzlich die 22-Meter-Marke geknackt. In Nürnberg ließ er sein Wettkampfgerät auf 21,47 Meter fliegen und siegte überlegen. Dahinter gab es ein spannendes Duell um die verbleibenden zwei Medaillen. Christian Jagusch hatte zwar nach Blick auf die Meldeliste die bessere Ausgangsposition, hatte er in dieser Saison doch schon die 20 Meter deutlich geknackt, doch auch Bodo Göder und Dennis Lewke wollten ein Wörtchen mitreden. So wurde der Kampf um Silber und Bronze ein spannender. Tobias Dahm startete mit einem Stoß deutlich über die 19 Meter solide in den Wettkampf. Im zweiten Durchgang schickte er eine Kampfansage an die Konkurrenz. Die Kugel schlug bei 19,83 Metern ein, Dahm durfte jubeln, es war einer seiner weitesten Stöße in diesem Jahr. Christian Jagusch hatte mehr Probleme. Dem Drehstoßtechniker gelang wenig, nicht einmal ein 19-Meter-Stoß kam heraus. Den landete aber Bodo Göder mit 19,03 Metern. Dahm blieb indes relativ ungefährdet auf Platz zwei. Doch sein großes Ziel, in Nürnberg die 20-Meter-Marke anzugreifen, misslang. Seine 19,83 Meter aus Durchgang zwei sicherten ihm zwar recht überlegen Silber hinter Storl, mit der erhofften Weite wurde es aber nichts. „Das ist einfach sehr ärgerlich. Mir war es hier wichtig, endlich mal die 20 Meter zu stoßen. Von der Weite heute kann ich mir nichts kaufen“, ärgert sich Tobias Dahm. Schnell unterwegs im Grundig-Stadion war Yannik Frers. Der Sindelfinger gehört noch der Juniorenklasse an, war aber in diesem Jahr über die 400-Meter-Hürdenstrecke schon so schnell unterwegs, dass es für seine erste Teilnahme bei deutschen Meisterschaften für Aktive reichte. Auch in Nürnberg war Frers hoch motiviert am Start. In einem Vorlauf mit dem schnellen Georg Fleischhauer schaffte er ein starkes Rennen, so stark wie noch nie. Bis zur letzten Hürde zog er mit voller Konzentration durch. Und durfte im Ziel laut jubeln. Bei 52,98 Sekunden blieb die Uhr für ihn stehen. Das bedeutete nicht nur eine neue Bestleistung, auch die 53-Sekunden-Marke war zum ersten Mal geknackt. Ein Meilenstein in der Entwicklung des jungen Athleten. Außerdem schaffte es Frers sich für den Finallauf am Sonntag zu qualifizieren. Dort startete er von Bahn zwei aus ins Rennen. In einem schnellen Rennen stürmte Jonas Hanßen vorneweg. Frers konzentrierte sich auf sein eigenes Rennen und beharkte sich mit Nebenmann Sauer. Auf der Zielgeraden gab er noch einmal Gas und lief als Sechster ins Ziel. Ein riesen Erfolg für den Sportler. Zur Top-Platzierung kam auch noch eine neue Bestleistung, Frers hatte sich bis auf 52,78 Sekunden gesteigert. Siebter im Diskuswurffinale der Männer wurde Michael Salzer. Im Winter konzentrierte er sich noch aufs Bob-Fahren, in Nürnberg reihte er sich mit 56,77 Metern ein. Ebenfalls zufrieden sein darf Florian Gaul. Der Stabhochspringer ist in diesem Sommer nach Rückenbeschwerden nur langsam in Form gekommen, in Nürnberg zeigte er in einem Wettkampf mit langen Wartezeiten zwischen den Sprüngen einen guten Auftritt. Als einer von sechs Springern überquerte er 5,40 Meter, etliche Konkurrenten schieden bei dieser Höhe aus. Die 5,50 Meter waren dann aber zu hoch für Gaul, der sich mit einem guten fünften Platz zufrieden geben musste. Für einen siebten Platz im Hürden-Finale der Männer sorgte Niklas Rippon. Der Hürdensprinter im Trikot des VfL Sindelfingen war 14,30 Sekunden schnell.

Hier kann das 400m Hürdenfinale mit Yannik Frers gesehen werden: www.leichtathletik.de/tv/video-detail/video-detail/detail/jonas-hanssen-ganz-souveraen/

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