Strauchler bringt Blech statt Bronze
  25.02.2014 •     Pressemitteilung

Zufrieden können die Leichtathleten des VfL Sindelfingen nach dieser Hallensaison Bilanz ziehen. Die deutschen Hallenmeisterschaften führten zu drei Medaillen und vier weiteren Endkampf-Platzierungen. Für eine Silbermedaille war Tobias Dahm verantwortlich – und der durfte sich unter anderem dank einer Toilettenpause über Edelmetall freuen. Der Kugelstoßer nahm vor seinen letzten Versuchen eine Auszeit und verschwand einige Minuten in die Katakomben, um sich zu sammeln, dann gelang der silberne Stoß auf 19,18 Meter.

Um sich nach den beiden Medaillen am Samstag auch am Sonntag über gute Leistungen freuen zu können, suchte eine kleine Sindelfinger Delegation vor Beginn des zweiten Tages der Titelkämpfe die Leipziger Nikolaikirche auf. Geschäftsführerin Barbara Erath und Trainer Harald Olbrich hofften auf Beistand von oben und entzündeten eine Kerze. Der Dank des deutschen Vizemeisters im Stabhochsprung Florian Gaul geht an den Physiotherapeuten der Arge Baden-Württemberg. Der behandelte die Rückenschmerzen des Sindelfingers so erfolgreich, dass hohen Sprüngen und einem Medaillengewinn nichts mehr im Wege stand.

Am knappsten an Edelmetall vorbei schrammte Manuel Ilg. Der 400-Meter-Mann ist in diesem Winter richtig schnell unterwegs, das bewies er schon im Vorlauf. Bei einer Saisonbestleistung von 48,27 Sekunden blieb die Uhr für den Sindelfinger stehen. Im schnelleren der beiden Vorläufe rannte Ilg als Zweiter ins Ziel. Die schnellere Zeit nahm sich Ilg für das Finale am folgenden Tag vor. Nach zweihundert Metern am Ende der Bahnbeschränkung begann der Kampf um die Platzierungen. Ilg ordnete sich im Gedränge gut ein und setzte sich durch, hinter ihm fiel ein Konkurrent dem Gerangel zum Opfer und strauchelte. Dem Sindelfinger wurde in die Hacken getreten, er geriet einige Meter aus dem Tritt, hielt sich weiter an Position vier. Einhundert Meter vor dem Ziel gaben die Athleten noch mal Gas, Ilg konnte nicht mehr in den Medaillenkampf eingreifen und musste sich mit Rang vier mit einer neuen Bestleistung von 48,08 Sekunden begnügen. „Schade, Bronze wäre bei diesem Feld schon möglich gewesen“, sagt Ilg.

Gleich zwei Sindelfingerinnen nahmen am Stabhochsprungwettkampf in Leipzig teil. Joana Kraft und Victoria von Eynatten griffen beide am Samstag zu ihren Stäben. Kraft mit guten Chancen, erst in der vorletzten Woche war sie Bestleistung gesprungen. Am Samstag wollte bei Kraft gar nichts zusammenpassen. Technische Schwierigkeiten und Anlaufprobleme beendeten den Wettkampf der Sindelfingerin schneller als ihr lieb war. Nach drei ungültigen Versuchen über 4,26 Meter schied sie aus. Mit übersprungenen 4,16 Metern reichte es auf Rang neun. Victoria von Eynatten hatte mehr Glück, zeigte technisch saubere Sprünge. „Ich hätte nicht gedacht, dass es schon wieder so gut geht, alle haben mir abgeraten zu starten, aber ich wollte unter die Hallensaison einen Schlusspunkt setzen“, sagt die Stabhochspringerin. Sie überflog 4,26 Meter und landete auf Platz sieben.

erstellt von szbz.de (Saskia Drechsel)