Silber und Bronze für den VfL Sindelfingen
  23.02.2015 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Kugelstoßer Tobias Dahm wird in Karlsruhe Deutscher Vizemeister, Sabrina Lindenmayer sprintet mit persönlicher Bestleistung über die Hürden auf Platz drei

2 Einzel-Medaillen wurden bei den deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in der Karlsruher Messehalle vergeben. Zwei davon gingen nach Sindelfingen. Kugelstoßer Tobias Dahm bewies Nervenstärke und holte sich Silber. Für die Experten war das nicht die ganz große Sensation. Überraschender kam dagegen die Bronzemedaille für Hürdensprinterin Sabrina Lindenmayer.

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In einer gut gefüllten Halle brachte die schnelle Bahn im Innenraum Top-Leistungen wie am Fließband. Die eigens für die Hallen-Leichtathletik-Events hergerichtete Messehalle glänzte mit besten Bedingungen und auch die Stimmung trug ihren Teil dazu bei, von den Tribünenrängen wurde den Sportlern mächtig eingeheizt.

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Spannend bis zum Schluss war der Wettkampf, der sich den Zuschauern am Freitagnachmittag bot: Im Kugelstoßen der Männer war der Kampf um die Medaillen offen – zumindest bei der Silber- und die Bronzemedaille. Denn die Goldene, das stand zumindest nach seinem ersten Stoß fest, gebührte Weltmeister David Storl. Der Neu-Leipziger hatte den Zuschauern die 21 Meter versprochen und hielt sich daran. Im letzten Durchgang stieß er 21,26 Meter weit, da war es Sindelfinger Tobias Dahm aber längst auch zum Jubeln zumute. Er hatte im dritten Versuch 19,61 Meter erzielt, an diese Weite war selbst Neubrandenburger Christian Jagusch nicht herangekommen. Der Sindelfinger Zwei-Meter-Mann durfte sich wie im Vorjahr die Silbermedaille umhängen lassen. Damals war er allerdings nur auf 19,18 Meter gekommen.

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„Mit meinem Platz bin ich auf jeden Fall zufrieden. Ich bin richtig gut in den Wettkampf eingestiegen, habe dann aber den Faden verloren, erst am Ende habe ich mich auf meine Stärken besonnen“, sagt Dahm, der allerdings am liebsten noch einmal die geforderte Weite für die Hallen-EM gestoßen hätte, um auf Nummer sicher zu gehen.

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Ein zweiter Sindelfinger Kandidat mit guten Aussichten auf eine Top-Platzierung konnte nach seinem Wettkampf das eben Geschehene selbst nicht so richtig erklären. Patrick Oehler war mit der zweitschnellsten Zeit auf der 800-Meter-Meldeliste angereist, gelaufen Ende Januar in Wien, geschlagen verlies er nach dem Vorlauf die Karlsruher Rundbahn. Mit einer Zeit von 1:50,94 Minuten verpasste Oehler um sechs Hunderstel-Sekunden das 800-Meter-Finale am Sonntag. „Mir ist das ein bisschen peinlich. Ich weiß nicht so recht, woran das lag. Eigentlich muss ich, auch wenn ich vorne das Tempo mache, eine Zeit unter 1:50 Minuten laufen können“, sagt Oehler.

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Die nächste aussichtsreiche Kandidatin in den Sindelfinger Reihen startete ebenfalls erst am Sonntag durch. Sabrina Lindenmayer stand in dieser Hallensaison erstmals nicht im Schatten ihrer verletzten Vereins- und Trainingskameradin Nadine Hildebrand und steigerte sich schon im Januar auf 8,24 Sekunden. Dann folgte eine längere Durststrecke, die es nun galt zu beenden. Im Vorlauf war sie 8,34 Sekunden schnell unterwegs, ihr gelang kein gutes Rennen, mit Ach und Krach qualifizierte sich die VfL-Athletin für das Finale.

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Wenig später dann der 60-Meter-Hürden- Endlauf. Sabrina Lindenmayer gelang vom Start weg ein tolles Rennen. Kurz vor dem Ziel war sie dann gleich auf mit der Mannheimerin Carolin Dietrich und schmiss sich nach vorne. Eine knappe Entscheidung. Hinter Cindy Roleder und Pamela Dutciewicz, das sah man auf dem Zielfoto deutlich, war Lindenmayer Dritte geworden. „Ich habe gehofft, dass das klappt, war aber schon am Samstag total nervös. Jetzt freue ich mich riesig“, sagt Lindenmayer. Sie erzielte mit ihrer Zeit von 8,18 Sekunden außerdem eine neue Bestleistung.

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Mit zwei Sindelfinger Vertretern wurden die 60-Meter-Sprints ausgetragen. Zuerst an der Reihe war John-Henry Tate. Er blieb im Rahmen seiner Möglichkeiten und lief im ersten Vorlauf nach 6,96 Sekunden ins Ziel. Mehr Pech hatte Johannes Wiesner, nach einem missglückten Start lief er hoffnungslos hinterher und gab schon vor dem Ziel auf.

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Einen Hürdenläufer schickten die Sindelfinger über die 60-Meter-Strecke mit Hindernissen ins Rennen. Niklas Rippon hielt die Fahne der Blau-Weißen hoch und trat im Vorlauf an. Der Hürdensprinter mit doppelter Staatsbürgerschaft, der US-Amerikanischen und der Deutschen, war 8,13 Sekunden schnell unterwegs.

erstellt von szbz.de