Preis setzt voll auf die Karriere
  22.11.2019 •     Pressemitteilung TOP-Nachricht

Thomas Oberndorfer in der SZBZ, 22.11.19: Franziska Brauße vom RSV Öschelbronn und Constantin Preis vom VfL Sindelfingen gehören zum Team Tokio des Olympiastützpunkts Stuttgart. Beide haben gute Chancen, an den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Tokio teilzunehmen. Der Sportkreis Böblingen unterstützt ab dem 1. Januar für zwölf Monate die beiden Spitzenathleten, sie erhalten insgesamt 1200 Euro.

„Es ist ein kleiner Betrag im dreistelligen Bereich. Es ist eine kleine Geste, vielleicht bleibt dadurch das Austragen der Tageszeitung erspart“, sagte Ekkehard Fauth, Aidlinger Bürgermeister und Präsident des Sportkreis' Böblingen, bei der gestrigen Pressekonferenz dieses Vereins. Im Rahmen der Veranstaltung haben Franziska Brauße und Constantin Preis eine Vereinbarung mit dem Sportkreis unterzeichnet. Die beiden Spitzensportler erhalten jeweils einhundert Euro monatlich ab dem 1. Januar bis zum 31. Dezember des kommenden Jahres. Brauße hat als Bahnradfahrerin des RSV Öschelbronn Chancen, 2020 an den Olympischen Spielen in Tokio teilzunehmen, Preis als 400-Meter-Hürdenläufer vom VfL Sindelfingen.

Franziska Brauße ist am Dienstag 21 Jahre alt geworden, der Fördervertrag ist entsprechend ein passendes Geburtstagsgeschenk.

„Ich freue mich sehr auf die Unterstützung des Sportkreis'. Im vergangenen Jahr habe ich viel in Trainer, Training, Material und Ernährung investiert, dies hat mich sportlich weitergebracht und mir größere Erfolge ermöglicht. Auf dem Weg nach Tokio möchte ich daran anknüpfen und weiter in eine professionelle Vorbereitung investieren“, sagte Brauße.

Finanzielle Sicherheit

Die 21-Jährige gehört zur Sportfördergruppe der Bundeswehr. Dort ist sie seit April 2018, der Vertrag läuft zunächst bis September des kommenden Jahres. „Das gibt schon eine gewisse finanzielle Sicherheit“, sagte Brauße, die wöchentlich etwa 14 Stunden trainiert. Sie muss keine Zeitungen austragen, muss sich aber sehr wohl intensiv um Sponsoren kümmern. Einige ihrer Sponsoren stellen ihr Material zur Verfügung, andere geben Geld. Grundsätzlich sieht sich Franziska Brauße finanziell ordentlich aufgestellt, sie läuft nicht Gefahr, ihren Sport wegen monetärer Engpässe aufgeben zu müssen. Wobei sie sich im Klaren darüber sei, dass man „finanziell ein gewisses Risiko eingeht. Der Sport gibt einem aber auch viel zurück.“ Die zusätzlichen einhundert Euro vom Sportkreis würden letztlich, wenn auch in kleinerem Maße, dazu beitragen, dass sie sich voll auf ihrer Karriere konzentrieren könne.

„Mit Stolz, Dankbarkeit und Demut freue ich mich über das Stipendium des Sportkreis'. Ich bin sehr glücklich über diese Unterstützung auf meinem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio. Dieses Stipendium hilft mir, meine sportlichen Ziele zu erreichen, indem ich zum Beispiel die Kosten für meine Trainingslager decken kann“, sagte Preis. Der Leichtathlet ist ebenfalls 21 Jahre alt, erhält Geld von der Sporthilfe und kleineren Sponsoren, sodass er „finanziell auf einer soliden Basis steht“. Preis sieht sich derzeit noch als Halbprofi. Als Halbprofi, der 20 Stunden wöchentlich trainiert.

„Nach Tokio 2020 sehe ich mich als Vollprofi“, sagte Preis, der sich an einer Fernhochschule in Bad Honnef im Fach Ernährungswissenschaften eingeschrieben hat. „Ich studiere das aus Interesse, ich setze voll auf den Sport“, sagte Constantin Preis.

erstellt von Thomas Oberndorfer, SZBZ