Pechvogel Almas verstolpert Edelmetall
  23.02.2016 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Der VfL Sindelfingen reist mit großen Hoffnungen zu den deutschen Jugend-Meisterschaften, zeigt gute Leistungen, fährt die Ernte aber nicht ein

Zwei Mal die Holzmedaille, ein Stolpern im Sprintfinale: Die deutschen Meisterschaften der Jugendlichen in Dortmund und Bochum-Wattenscheid boten für die Leichtathleten das VfL Sindelfingen einiges an Spannung. Die ganz großen Hoffnungen erfüllten sich aber nicht.

Für die besten beiden Platzierungen aus Sindelfinger Sicht sorgte am Wochenende Eric Bundschuh. Der Werfer trat im Kugelstoßen an, wagte sich für das Diskuswerfen der U20 aber auch nach draußen. In den letzten Wochen hatte der Athlet stets mit seinen Leistungen gehadert, eigentlich topfit hatte Bundschuh außerdem mit Schmerzen im linken Fußgelenk zu kämpfen, nachdem er im Training umgeknickt war.

Bei den Jugendmeisterschaften startete er mit einem Stoß auf 16,83 Meter in den Wettkampf. Im Vorkampf konnte er sich noch auf 17,44 Meter steigern, doch erst im Endkampf der besten acht Stoßer drehte er auf. Im vierten Durchgang flog die Kugel zum ersten Mal über die 18-Meter-Marke, Bundschuh arbeitete sich im Gesamtklassement weiter nach vorne. Im letzten Versuch wurde dann eine neue Bestleistung von 18,55 Metern gemessen. Damit sicherte sich der Athlet des VfL Sindelfingen einen guten vierten Platz.

Die Medaillenränge blieben deutlich außer Reichweite. Der drittplatzierte Athlet stieß mehr als einen Meter weiter. „Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Am Anfang habe ich etwas Probleme gehabt, in den Wettkampf zu finden, aber im Finale ging es dann gut weiter“, sagt Bundschuh. Der Drehstoßer hat in den letzten Wochen seine Stoßtechnik verändert, hat nun ein höheres Tempo beim Drehen und setzt das linke Bein schneller. „Deswegen war ich noch sehr unsicher. Es wäre gefühlt noch mehr drin gewesen.“

Am Sonntag dann hatte Bundschuh seinen zweiten Auftritt, diesmal im Diskuswurfring. Der Sindelfinger startete mit einem guten zweiten Versuch in den Wettkampf und steigerte sich in Durchgang drei auf 49,94 Meter. Bei dieser Weite blieb es auch. Erneut verpasste Bundschuh damit die Podestplätze, kann aber mit einem vierten Platz sehr zufrieden sein, hatte er doch eine Endkampfteilnahme als Ziel ausgegeben. Bundschuh hatte sich zuletzt auf das Kugelstoßen spezialisiert und deswegen in den vergangenen Monaten den Diskus zum Training kaum in die Hand genommen.

Platz neun im Diskuswurffinale der U20 belegte Mario Scheufele mit 46,56 Metern.

Pechvogel der Meisterschaften ist Deniz Almas. Der Sprinter war mit großen Ambitionen angereist, schließlich führte er die Meldeliste der männlichen U20-Sprinter an und war die deutschlandweit zweitschnellste Zeit eines Jugendlichen gelaufen. Am Sonntag startete er vielversprechend in seinen Wettkampftag. Mit 6,96 Sekunden gewann er seinen 60-Meter-Vorlauf mit deutlichem Abstand.

Weiter ging es mit dem Zwischenlauf. Hier lies es Almas locker angehen, hatte wohl schon das Sprintfinale im Hinterkopf und schaffte die Qualifikation für den Endlauf als Zweitplatzierter seines Zwischenlaufes. Bei 6,91 Sekunden blieb die Uhr stehen. Erneut eine starke Zeit vom Sindelfinger Sprinter.

Im Finale der besten jugendlichen Sprinter Deutschlands ging es dann um die Mittagszeit um alles. Nach einem schnellen Start passierte dann aber das Unglück: Deniz Almas kam in der Beschleunigungsphase ins Stolpern, die Konkurrenz zog davon und der Sindelfinger hatte das Nachsehen. Er musste hinterherlaufen und kam als geschlagener Achter nach immerhin beachtlichen 6,98 Sekunden ins Ziel. „Vorlauf und Zwischenlauf waren gut, ich war super drauf und bin dann im Finallauf gestolpert und dann war der Lauf schon vorbei“, ärgert sich der Sprinter, der sich eine Medaille ausgemalt hatte. Nun musste Almas ausgerechnet im wichtigen Sprintfinale erfahren, dass speziell über die 60 Meter kein Fehler verziehen wird.

Hunter Ficenec qualifizierte sich mit Platz fünf und neuer Bestleistung im 1500-Meter-Vorlauf für das Finale und erreichte dort am Sonntag Platz zehn mit einer neuen Bestleistung von 4:02,85 Minuten.

erstellt von szbz.de