Mit leerem Tank zur Bronzemedaille
  07.08.2015 •     Pressemitteilung

Am 18./19. Juli fanden in Weingarten die Baden-Württembergischen Meisterschaften im Mehrkampf statt. Für den VfL Sindelfingen waren Manuel Retzbach, Christoph Ewinger und Amy Hoffmann am Start.

Die Hoffnungen, eine Mannschaft in der Männerklasse an den Start zu bringen, konnten nicht erfüllt werden, da Johannes Carl und Maik Merle in Ihren Studiengängen gerade eine regelrechten Prüfungsmarathon ableisten mussten und Leon Bühler sowie Jan Schenk verletzungsbedingt ausfielen. Auch Manuel hatte sich aufgrund von Verletzungen und Studium nur eingeschränkt vorbereiten können, konnte sich bei der Konkurrenz in Weingarten aber Hoffnungen auf einen Medaillenplatz machen. So startete er zwar mit leicht gebremsten Erwartungen in den Wettkampf, konnte aber dank seiner Erfahrungen einige Glanzlichter zeigen. So waren denn auch die Laufleistungen aus seiner Sicht eher unterdurchschnittlich (100 m 11,73 sek; 400 m 53,01 sek; 110 Hürden 16,21 sek), konnten dafür aber verletzungsfrei absolviert werden. Die Routine zeigte sich dann im Weit- und Hoch- und Stabhochsprung (6,92 m; 1,88 m; 4,00 m), wo er wertvolle Punkte sammelte. Beim Wurf blieben die Weiten im Rahmen des Erwarteten, im Diskuswurf und Speer fehlte die notwendige Sicherheit um das vorhandene Potenzial abzurufen (Kugelstoß 12,02 m; Diskus 31,68 m; Speerwurf 47, 43 m). Mit dem abschließenden 1500-Meter-Lauf konnte Manuel sich dann hinter den beiden sehr gut vorbereiteten Athleten der Neckar-Enz Felix Hepperle und Matthias Laube mit insgesamt 6222 Punkten die Bronzemedaille sichern. Christoph Ewinger ging nach seinem Ausflug auf die 400-Meter-Hürden-Strecke diese Saison vor allem konditionell gut vorbereitet in den Wettkampf. Mit 11,53 Sekunden über die 100 Meter und 6,25 Metern im Weitsprung hatte er zwar einen soliden Start in den Wettkampf, leistete sich dann aber drei unglückliche Fehlversuche im Kugelstoß. Mit Blick auf die – dieses Jahr nur inoffiziellen – Deutschen Meisterschaften im August wollte er aber noch ein paar Erfahrungen in den technischen Disziplinen sammeln und setzte den Wettkampf fort. Mit Leistungen von 51,50 Sekunden über die 400 Meter, 32,02 Meter im Diskus und 4,00 Meter im Stabhochsprung zeigte er, dass trotz des intensiven Hürdentrainings der letzten Monate noch immer gute Zehnkampfleistungen abrufbar sind. Für Amy Hoffmann war dies nach sieben Jahren Pause der Wiedereinstieg in die Stadionleichtathletik. War Amy noch im vergangenen Jahr bei diversen Ultraläufen am Start, konnte Sie sich in Weingarten bereits in vielen Disziplinen auf Augenhöhe mit der Konkurrenz messen. Mit konsequentem Lauf-, Kraft- und Techniktraining hatte sich die US-Amerikanerin, die zurzeit in Stuttgart lebt, eigentlich erst seit Beginn dieses Jahres auf den Siebenkampf vorbereitet. Mit Leistungen von 18,01 Sekunden über die 100 Meter Hürden, 7,75 Meter im Kugelstoßen, 30,61 Sekunden über die 200 Meter, 3,99 Meter im Weitsprung, 24,15 Meter im Speerwurf und 2:39 Minuten im 800 Meter-Lauf konnte Sie sich den Respekt der teilweise wesentlich jüngeren bzw. erfahreneren Konkurrentinnen erarbeiten. Einzig im Hochsprung fehlte noch die Routine, um die Anfangshöhe sicher zu überqueren. Wir dürfen gespannt sein, zu welchen weiteren Steigerungen die hochmotivierte Athletin in Ihren nächsten Wettbewerben fähig sein wird. Da in diesem Jahr leider keine offiziellen Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf durch den DLV angeboten werden, blicken unsere Athleten nun auf die sogenannten German Masters, die am 15./16. August in Ingolstadt ausgerichtet werden. Hier will sich dann auch eine Männermannschaft bestehend aus Christoph Ewinger, Johannes Carl und Maik Merle präsentieren und einen respektablen Platz in der Bestenliste erkämpfen. Hier heißt es dann für alle Fans noch einmal Daumendrücken für einen verletzungs- und Fehlversuchsfreien Wettkampf!

erstellt von Jan-Eric Gans