Manuel Retzbach - Comeback mit angezogener Handbremse
  04.08.2014 •     Pressemitteilung

Nach zwei Jahren verletzungsbedingter Pause ist es Manuel Retzbach gelungen, wieder einen Zehnkampf erfolgreich zu beenden.

Gelegenheit dazu boten die Bayerischen Meisterschaften in Regensburg, die parallel zu den Deutschen Meisterschaften in Ulm stattfanden. Obwohl bis zwei Wochen vor dem Wettkampf aufgrund einer Stressreaktion im Fuß kaum an Lauf- und Sprungtraining zu denken war, packte Manuel auf Anhieb die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften, die seine Trainingskameraden Christoph Ewinger, Johannes Carl und Leon Bühler bereits in der Tasche hatten. Gewarnt durch vorherige Rückfälle bei den Verletzungen konnte Manuel seine Leistung nur dosiert abrufen. So müssen dann auch die für ihn eher durchschnittlichen Leistungen des ersten Tages interpretiert werden: 11,65 Sekunden über die 100-Meter-Strecke, 6,56 Meter im Weitsprung, 12,32 Meter im Kugelstoß und 1,84 Meter im Hochsprung. Zur wahren Qual wurde dann die 400-Meter-Strecke, da kein nennenswertes Tempolauftraining möglich gewesen war (54,74 Sekunden). Welche Klasse in ihm steckt, zeigt die Tatsache, dass Manuel den Hoch- und Weitsprung mit dem "falschen" Fuß absolviert hatte und damit nur wenig hinter seinen Bestleistungen lag. Auch beim Hürdenlauf am zweiten Tag zeigte sich, dass das Stehvermögen noch etwas fehlte: Gleichauf mit der Konkurrenz über die ersten Hürden musste er sich im Rennverlauf etwas zurückfallen lassen und beendete den Lauf mit für ihn eher schwachen 17,06 Sekunden. Obwohl nun klar war, dass die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Reichweite war, ließ er sich im Diskuswurf durch einen Fehlversuch irritieren und beendete den Wettkampf mit einer Wurfweite von 33,70 Metern. Erst im Stabhochsprung kehrte die Routine zurück und Manuel übersprang trotz technischer Schwächen in der Lattenüberquerung 4,20 Meter. Aus dem Speerwurf kamen dann noch sichere 50,71 Meter zum Punktekonto dazu, so dass am Ende auch 5:32,31 Minuten über die 1500 Meter für eine Gesamtleistung von 6.144 Punkte reichten. Manuel, der selbst bald das Trainerteam des VfL im Jugendbereich verstärken wird, kann nun versuchen gemeinsam mit seinen Trainern bis Ende August noch die ein oder andere Disziplin zu verbessern. Auch seine Mannschaftskameraden halten sich gezielt fit für den Saisonhöhepunkt in Vaterstetten am 23./24. August, wenn auch teils mit unkonventionellen Methoden: Christoph Ewinger absolvierte dieses Wochenende in Aulendorf seinen ersten 400m-Hürdenlauf, den er in unglaublich starken 56,64s beendete. 

erstellt von Jan Gans