Lindenmayer mit DLV-Jahresbestleistung
  20.01.2015 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Der Wattenscheider läuft die 60 Meter in 6,65 Sekunden und führt nun die deutsche Rangliste an / Premiere für Leo Lohre

Höhepunkte des international besetzten Meetings waren die Sprintwettbewerbe. Hier überzeugte vor allem der Wattenscheider Christian Blum. Er lief auf Platz zwei der aktuellen deutschen Hallenbestenliste und war nach 6,70 Sekunden im Ziel. Im Finale legte er noch eins drauf, es wurden 6,65 Sekunden gestoppt. Neue deutsche Jahreshallenbestleistung und außerdem die Norm für die Hallen-EM in Prag. „Der Start hat nicht geklappt, aber sonst bin ich gut gelaufen. Super, dass ich gleich die Norm erfüllt habe“, so der Sprinter.

Auch die Mehrkämpfer überzeugten. Extra aus Ulm angereist waren der Drittplatzierte der Jugend-WM, Tim Nowak, Top-Mehrkämpfer Matthias Brugger und auch U20-Mann Manuel Eitel, der Inhaber des deutschen U18-Rekords im Mehrkampf. Alle drei konnten im Hürdenlauf glänzen. Am schnellsten war aber Sindelfinger Niklas Rippon mit 8,21 Sekunden unterwegs.

Eine neue persönliche Bestleistung von 11,06 Meter mit der Vier-Kilogramm-Kugel erzielte Niko Kappel. Der kleinwüchsige Athlet absolvierte seinen besten Wettkampf überhaupt und hat die Weltmeisterschaften für behinderte Athleten in Doha zum Ziel.

Besonders hervorzuheben ist der Wettkampf von Sabrina Lindenmayer, die gleich zu Saisonbeginn mit 8,24 Sekunden über die 60-Meter-Hürden eine Bestleistung aufstellen konnte und kurzzeitig an die Spitze der deutschen Jahreshallenbestenliste lief. „Natürlich bin ich super zufrieden, man hat aber heute auch gesehen, woran es noch fehlt. An meinem Start ist noch etwas zu tun, hinten raus klappt es schon ganz gut.“ Nun hat Lindenmayer neue Ziele im Blick und würde in dieser Saison gerne die 8,20 Sekunden unterbieten.

Wenig überraschend hatte auch ein Sindelfinger Stabhochspringer die Nase vorne. Leo Lohre stieg bei fünf Metern in den Wettkampf ein, da war die Konkurrenz schon ausgeschieden. Seine Anfangshöhe überquerte der Neu-Sindelfinger dann mit Bravour. An den 5,10 Metern tat er sich im Anschluss schwer. Drei Mal riss Lohre die Höhe. „Das hat sich heute gut angefühlt, nur die zwei letzten Schritte sind noch ausbaufähig“, so Leo Lohre.

Ein starkes Sprinter-Trio haben die Blau-Weißen bei der männlichen Jugend U20. Deniz Almas siegte im 60-Meter-Finale mit der Bestleistung von 7,04 Sekunden. Ihm folgten Marvin Tischler in 7,23 Sekunden und Luis Haidt (7,24 Sekunden). Im 200-Meter-Lauf lief Marvin Tischler in 22,80 Sekunden auf Platz vier. Den vereinsinternen Schlussspurt verlor Luis Haidt in 23,06 Sekunden.

Zahlreich waren die Sindelfinger Starter im 60-Meter-Rennen der Männer. Schnellster VfL-Athlet war John-Henry Tate mit 6,96 Sekunden. Nur knapp schrammte er damit an der Norm für die deutschen Meisterschaften in Karlsruhe vorbei. „Ich bin noch nie so schnell in die Saison gestartet und fühle mich richtig gut“, so Tate. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften will er die deutsche Norm erneut angreifen.

Dritter im 200-Meter-Rennen der Männer wurde Patrick Saile mit 22,36 Sekunden. Platz fünf ging an Benjamin Bartel (22,98 Sekunden). Platz zwei im 400-Meter-Lauf sicherte sich Alexander Schif in 50,22 Sekunden. Ihm geschlagen geben musste sich Vierter Yannik Frers (50,57 Sekunden).

Eine Steigerung zu seinem Wettkampf in Gammertingen kann man bei Kugelstoßer Eric Bundschuh vermelden. Der U20-Mann stieß sein Wettkampfgerät 17,25 Meter weit und siegte überlegen.

Mehrkämpfer Jan Schenk absolvierte seinen ersten Wettkampf im VfL-Trikot und zeigte sich, insbesondere mit seinem 60-Meter-Lauf sehr zufrieden. Schenk war 7,11 Sekunden schnell. „Das ist im Bereich meiner Bestleistung, es läuft wieder“, so der Athlet, der im Kugelstoßen auf 13,02 Meter kam.

Einen starken Schlussspurt zeigte Julian Müller. Er wäre eigentlich noch in der Altersklasse U18 startberechtigt, schaffte es aber in einem spannenden Rennen auf Platz vier in 2:02,34 Minuten, seine Bestleistung unterbot er damit um acht Sekunden. Siegreich im Weitsprung der U20 war Stefan Nagel. Er flog 6,28 Meter weit in die Grube.

erstellt von szbz.de