Leichtathletik-DM: Hildebrand triumphiert - Dahm überrascht
  08.07.2013 •     Pressemitteilung

Bei den deutschen Leichtathletikmeisterschaften im Ulmer Donaustadion holten die Athleten des VfL Sindelfingen drei Mal Edelmetall. Nadine Hildebrand triumphierte über die 100 Meter Hürden, Kugelstoßer Tobias Dahm gewann Silber, Weitspringerin Lisa Steinkampf Bronze.

Ein Riesenerfolg für den VfL war das 100-Meter-Hürden-Rennen der Frauen. Im ersten Vorlauf behauptete sich Nadine Hildebrand trotz massivem Gegenwind. Bei 5,1 Metern pro Sekunde schaffte es die VfL-Athletin in 13,57 Sekunden ins Ziel und qualifizierte sich als Vorlaufssiegerin für das Finale. Trainingskameradin Sabrina Lindenmayer hatte ebenfalls einen starken Auftritt. Im Vorlauf sprintete sie in Saisonbestleistung von 13,59 Sekunden ins Ziel und ins Finale. So fand der Endlauf mit zwei VfL-Sportlerinnen statt. Am Abend wurde Nadine Hildebrand ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Die 25-Jährige lief der gesamten Konkurrenz davon und siegte überlegen ? in der Top-Zeit von 12,90 Sekunden, die die sichere WM-Teilnahme in Moskau für die VfL-Athletin bedeutet. Hildebrand: ?Ich bin froh, dass ich den Titel in der Tasche habe und der Wahnsinn, dass ich schon wieder so schnell war.? Hinter ihrer Vereinskameradin war Sabrina Lindenmayer so schnell wie noch nie. Sie sicherte sich in 13,56 Sekunden Platz fünf.

Für eine überraschende Silbermedaille am Sonntag sorgte Kugelstoßer Tobias Dahm. Wie schon im letzten Jahr in Wattenscheid war Dahm exakt zum Saisonhöhepunkt in Topform. Der 26-Jährige startete verhalten in den Wettbewerb und zeigte im fünften Versuch einen überragenden Stoß. Der Sindelfinger ließ die 7,26-Kilogramm-Kugel 19,96 Meter weit fliegen, sein Freudenschrei war im gesamten Stadion zu hören. ?Ich hätte nicht gedacht, dass ich so weit stoßen kann und das bei den deutschen Meisterschaften, aber die Planung von meinem Trainer Peter Salzer passt eben?, sagt der glückliche Vizemeister Tobias Dahm.

Lisa Steinkamp machte den Sindelfinger Medaillensatz komplett. Die Weitspringerin holte bei schwierigen Windbedingungen mit einer Weite von 6,52 Meter Bronze. Sie krönte damit ihre überragende Saison: ?Ich bin glücklich über diese Weite. Ich wollte zeigen, dass ich es auch bei deutschen Meisterschaften draufhabe.?

In den Endlauf mit der 3?x?1000-Meter-Staffel schafften es Tobias Kocholl, Jonas Kolzau und Johannes Bergdolt. Das Sindelfinger Trio lief nach einem schnellen Vorlauf im Finale in 7:38.49 Minuten und belegte den siebten Platz.

Im Stabhochsprung war Victoria von Eynatten am Start. Die 21-Jährige jubelte über die überquerten 4,20 Meter. Dann scheiterte die Sindelfingerin drei Mal an den 4,30 Metern und belegte den neunten Platz. Der Jugendliche Johannes Wiesner konnte sich, dank schneller Zeiten in dieser Saison für die deutschen Meisterschaften der Aktiven qualifizieren. In seinem Vorlauf über 100 Meter missglückte beim 19-Jährigen der Start. Mit einer Zeit von 10,92 Sekunden wurde Wiesner Achter seines Vorlaufs. Auch Eva Baur war über die 100-Meter-Strecke im Einsatz. Sie verpasste das Finale in 11,83 Sekunden als Vorlauf-Sechste.

Über die 800-Meter traten zwei Sindelfinger an die Startlinie. Patrick Oehler und Alexander Korn gaben über die zwei Stadionrunden alles. Oehler lief in 1:50,39 Minuten in den Endlauf. Alexander Korn lief in einem starken Feld sein Rennen offensiv, hatte am Ende aber das Nachsehen und schied mit 1:53,18 Minuten aus. Im 800-Meter-Finale am Sonntag lief Öhler in 1:49,98 Minuten auf Rang acht. Zufrieden mit seinem Auftritt war Manuel Ilg. Er wurde in 47,51 Sekunden Vorlauf-Vierter. Hannes Scharpf belegte über die 400-Meter-Hürden-Strecke in 51,74 Sekunden den neunten Platz.

Am Sonntag waren im Donaustadion die Staffelrennen angesagt. Den Anfang für den VfL machten über 4?x?100 Meter Isabelle Hehr, Eva Baur, Sabrina Lindenmayer und Nadine Hildebrand. Nach drei missglückten Wechseln mussten sich die Sindelfingerinnen mit einer Zeit von 45,96 Sekunden und Rang sechs zufriedengeben.

Bei den Männern lief es wie am Schnürchen. Benjamin Bartel, Romed Guiscard, Patrick Saile und Schlussläufer Tim Assenheimer gewannen ihren Zeitendlauf in einer neuen Saisonbestleistung von 40,72 Sekunden. In der Endabrechnung reichte es auf Platz sechs. Im Stabhochsprung der Männer übersprang Florian Gaul 5,40 Meter gleich im ersten Versuch, an den 5,50 Metern scheiterte er dann drei Mal und musste sich, etwas enttäuscht mit Platz acht begnügen. Den siebten Platz im Diskuswurf belegte Sindelfinger Michael Salzer, der allerdings die angepeilte 60-Meter-Marke mehrfach knapp verfehlt und sich mit 58,95 Meter in die Ergebnislisten eintrug.

Für einen spannenden Schlusspunkt der deutschen Meisterschaften sorgten dann die 4?x?400-Meter-Staffeln. Das Sindelfinger Quartett mit Hannes Scharpf, Patrick Saile, Alexander Schif und Manuel Ilg belegte in 3:12.26 Minuten Rang vier.