Johannes Wiesner gewinnt im Photofinish
  07.08.2014 •     Pressemitteilung

In den Reihen des VfL Sindelfingen überraschte der eine oder andere mit einem Medaillengewinn. Insgesamt sechs Mal Edelmetall ging auf das Konto der VfL-Athleten.

Den schwierigen Bedingungen trotzte Johannes Wiesner. In drei Läufen gab er alles und sprintete gegen den Regen. „Ich habe teilweise gar nichts mehr gesehen, das war ein richtiger Wasserfall“, so der 20-Jährige. Wiesner war über die 100 Meter in Vor-, Zwischen- und Endlauf aktiv. Im Vorlauf qualifizierte er sich sicher für die nächste Runde, auch im Zwischenlauf siegte er mit guten 10,75 Sekunden. Und das bei starkem Regen. Als Zweitschnellster des Tages trat Wiesner im Finale an, ein spannendes Duell bahnte sich an, das auf gefluteter Bahn ausgetragen wurde. Am Ende hatte der Sindelfinger die Nase hauchdünn vorne. In einem Foto-Finish entschied Johannes Wiesner das 100-Meter-Finale für sich und siegte zeitgleich mit dem Münchner Tobias Schneider in 10,84 Sekunden. „Eigentlich wollte ich noch mal eine schnelle Zeit laufen, aber das war bei den Bedingungen nicht möglich. Jetzt bin ich süddeutscher Meister und das zählt“, sagt Wiesner. Am Sonntag dann ging es im 200-Meter-Lauf erneut auf die Bahn. Nach gut 100 Metern musste Wiesner aber austrudeln lassen, das Wadenbeinköpfchen hatte sich verklemmt, eine Verletzung wollte der Sprinter nicht riskieren. In der Altersklasse M14 schaffte es ebenfalls ein Athlet aus der blau-weißen Mannschaft auf das Treppchen in der Sprint-Disziplin. Max Behrendt zeigte im 100-Meter-Lauf eine starke Vorstellung. Im Vorlauf kam er als Schnellster eine Runde weiter. Im Zwischenlauf schaffte er es mit einer Zeit von 11,85 Sekunden in den Endlauf. Nur im Finale hatte der vielseitige VfL-Athlet das Nachsehen. Hier war Julian Corucle aus Kirchheim/Teck schneller unterwegs, Behrendt gewann die Silbermedaille und den süddeutschen Vizemeistertitel in 11,79 Sekunden. Seine Goldmedaille von Samstag hatte der Sindelfinger da aber schon sicher. Im Weitsprung war Max Behrendt nicht zu schlagen und knackte gleich dreimal die Sechs-Meter-Marke. Im vierten Versuch landete er bei 6,16 Metern in der Grube und entschied den Wettkampf für sich. Mit einer starken Leistung zu Bronze sprintete Aleksandar Gacic über die Hürden. In der Altersklasse M15 erwischte er im Finale einen guten Lauf und setzte sich in einem Zweikampf um die Bronzemedaille durch. Bei 11,42 Sekunden blieb die Uhr nach den 80-Meter-Hürden stehen. „Das kann er zwar schneller, aber toll, dass er eine Medaille gewonnen hat“, sagt Mutter und Trainerin Aleksandra Gacic. Platz acht im Speerwurf belegte Leon Tacke. Der VfL-Athlet kam allerdings nicht über 39,00 Meter hinaus und brach den Wettkampf nach drei Versuchen ab. Der anschließende Staffellauf stand an. Hier schaffte es das VfL-Quartett mit Leon Tacke, Max Behrendt, Aleksandar Gacic und Florian Dick auf den siebten Platz in einer Zeit von 48,56 Sekunden. Schnell unterwegs waren bei den Junioren auch Jonas Kolzau und Tobias Kocholl. Die beiden Trainingskameraden waren über die 800-Meter-Strecke am Start und gaben Vollgas. Kolzau lief auf einen guten dritten Platz und war 1:55,76 Minuten schnell. Tobias Kocholl, der sich auf die deutschen Jugendmeisterschaften am kommenden Wochenende vorbereitet, schaffte es auf Platz vier in 1:56,15 Minuten. Für Silber sorgte über die 400-Meter-Hürden-Distanz Yannik Frers. Der Langhürden-Läufer lag lange vorne, musste auf den letzten Metern aber Manuel Burkart aus Offenburg den Vortritt lassen. Mit einer Zeit von 54,95 Sekunden sicherte sich Frers den Vizemeistertitel. Platz drei mit der schweren Männerkugel ging an Simon Bayer, der eigentlich noch der Jugendklasse angehört. Er wuchtete sein Wettkampfgerät im Kugelstoßwettkampf der Junioren auf 15,64 Meter. Platz vier im 100-Meter-Finale belegte die Sindelfingerin Ida Mayer. Sie war 12,05 Sekunden schnell, viel fehlte nicht zu einer Medaille. Fünfte wurde Mayer im A-Finale des 200-Meter-Laufes. Hier kam sie nach 24,83 Sekunden ins Ziel.    

erstellt von Saskia Drechsel SZ