Glücksgefühle für Johannes Wiesner
  03.06.2015 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Der Sindelfinger Sprinter holt sich bei der baden-württembergischen Meisterschaft den Titel

Stefan Nagel trainiert seit Jahren konzentriert an seiner Weitsprung-Technik und hat sich immer weiter nach vorne gearbeitet. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Forst hatte Nagel mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen, löste diese Aufgabe aber bedeutend besser als seine Altersgenossen und siegte. „Es war nicht einfach, besonders der wechselnde Wind hat Probleme gemacht. Ich bin aber recht gut ans Brett gekommen“, sagt Nagel. Er verfehlte seine Bestleistung knapp.

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Simon Bayer schaffte einen weiten Stoß über die 17-Meter-Marke und reihte sich direkt hinter Tobias Dahm ein. „Ich habe mein Training angepasst und an meinen Schwächen gearbeitet. Ich trainiere jetzt wettkampfnäher und habe heute richtig Druck auf die Kugel bekommen. Aber da geht noch einiges“, sagt Simon Bayer.

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„Einfach top, dass ich so schnell war und besonders so früh in der Saison schon solche Zeiten laufe“, sagt Johannes Wiesner. Er siegte über die 100 Meter der Männer. Und der VfL-Sprinter weiß auch warum: Zum ersten Mal seit Langem ist er verletzungsfrei durch den Winter gekommen und konnte die Grundlage für eine erfolgreiche Wettkampfsaison legen. Mit einer Zeit von 10,60 Sekunden hatte er schon vor den Meisterschaften geliebäugelt. „Dabei fand ich meinen Lauf nicht einmal sonderlich gut. Der Start war wirklich mies“, grinst Wiesner. Er hat sich bewusst dafür entschieden bei den Meisterschaften zu starten. Viele seiner Sprinterkollegen sind an diesem Wochenende in Weinheim und nutzen dort die schnelle Bahn. „Hier ist es gemütlicher und ich konnte die anderen ein bisschen ärgern“, sagt Johannes Wiesner.

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Leo Lohre kam im Stabhochsprung nicht über seine Einstiegshöhe von 4,80 Metern hinaus. „Er konnte jetzt zwei Wochen nicht richtig trainieren wegen seinem Heuschnupfen. Durch das Training bei Sebastian Marcard ist er eigentlich deutlich schneller geworden, heute ist er aber wieder in alte Muster zurückgefallen. Die Geschwindigkeit hat heute einfach nicht gepasst“, sagt Trainer Roland Weiler.

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Überraschungsvizemeister über die 1500 Meter: Bastian Franz. In den letzten Jahren hatte er sich auf längere Laufstrecken konzentriert, jetzt ist er wieder zurück auf die Bahn und trumpfte in Forst auf. „Ich wusste, dass ich gut trainiert habe, aber ich hatte heute auch wirklich Glück. Für mich ist es optimal gelaufen“, sagt Franz. Die ersten 1000 Meter des Rennens verliefen sehr langsam, erst 500 Meter vor dem Ziel zog der Nordschwarzwälder Alexander Pütsch an. Franz lief zu dieser Zeit direkt dahinter an der zweiten Stelle und hatte damit die perfekte Ausgangsposition für ein Spurtrennen. „Ich hatte keine Probleme rauszukommen und konnte gleich durchstarten, Marcel hat mich natürlich noch überholt, aber sonst hat es super geklappt“, sagt Franz.

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Beinahe unbemerkt blieb bei den baden-württembergischen in Forst das Hammerwerfen auf dem Nebenplatz. So war auch die Leistung von Antonios Kontos nur den Ergebnislisten zu entnehmen. Der Hammerwerfer des VfL Sindelfingen schaffte mit seinem Wettkampfgerät 48,10 Meter. Der Seniorensportler landete mit dieser Leistung auf dem zweiten Platz und freute sich über Silber. Umso größer war die Freude, weil es sich mit den Meisterschaften um Kontos´ letzten Einsatz bei den Aktiven handelte. Ab sofort will sich der VfL-Athlet auf den Seniorensport konzentrieren.