Gastgeber mit starken Leistungen
  01.02.2016 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Süddeutsche Meisterschaften in den Altersklassen der Jugend U18 und der Aktiven im Sindelfinger Glaspalast

Die besten Leichtathleten Süddeutschlands versammelten sich am Wochenende im Sindelfinger Glaspalast. Die süddeutschen Meisterschaften wurden in den Altersklassen der Jugend U18 und der Aktiven ausgetragen.

Bei ihrem Heimspiel im Glaspalast glänzten einige Leichtathleten des VfL Sindelfingen mit starken Leistungen. Zahlreiche Medaillen gingen auf das Konto der Blau-Weißen.

Ein erstklassiges Comeback nach langer Verletzungspause zeigte Nadine Hildebrand. Die in der letzten Saison stark vermisste Hürdensprinterin streifte sich am Wochenende erstmals seit vielen Monaten wieder das blau-weiße Wettkampftrikot über. Am Samstag war sie gleich drei Mal über die 60-Meter-Strecke zu sehen, am Sonntag dann standen die 60-Meter-Hürden auf dem Programm. Ihren Wettkampf begann Hildebrand mit schnellen 7,56 Sekunden und dem Sieg im 60-Meter-Vorlauf. Auch in ihrem Zwischenlauf war sie mit 7,46 Sekunden am schnellsten. Erst im Endlauf wurde Hildebrand gestoppt und zwar von keiner geringeren als der Mannheimerin Nadine Gonska, die das Duell zu ihren Gunsten entschied. Nadine Hildebrand landete in 7,50 Sekunden auf Platz drei. Einzig mit ihrem Start haderte die Sindelfingerin: „Da fehlt mir noch die Schnelligkeit.“ Mit ihrer Zeit war sie recht zufrieden.

Am Sonntag dann Hildebrands erster Wettkampf in ihrer Paradedisziplin. Die Sportlerin ließ sich die Nervosität nicht ansehen und siegte im Vorlauf souverän mit 8,23 Sekunden. Im Endlauf war das ganze dann schon etwas spannender. Die Mannheimerin Ricarda Lobe ist zurzeit in einer starken Verfassung und machte Hildebrand auch bei ihrem Comeback das Leben schwer. Kopf an Kopf stürmten die beiden Hürdensprinterinnen nach den 60 Metern mit Hindernissen ins Ziel. Beide durchquerten zeitgleich die Lichtschranke und teilten sich den Titel. Die Siegzeit betrug 8,16 Sekunden. Blickt man auf ihre Bestleistung aus dem Jahr 2014, die bei 7,91 Sekunden liegt, ist zwar noch viel Luft nach oben, für einen ersten Wettkampf nach monatelanger Abstinenz kann sich Hildebrands Ergebnis aber durchaus sehen lassen. „Ich bin voll zufrieden mit der Leistung. Es ist super, dass es überhaupt geht und dass sie schon in diesem Bereich laufen kann. Es fehlen noch ein paar Körner hinten heraus. Zudem hatte sie auch noch von gestern die 60-Meter-Läufe in den Beinen“, sagte Trainer Werner Späth.

Ein Sindelfinger Trio sorgte für Silber in der Medaillensammlung. Auch über die 3x1000-Meter-Distanz wurde der süddeutsche Meister in der Halle gesucht. Die Brüder Erik und Bastian Franz sowie Patrick Oehler griffen in den Titelkampf ein. Sie lieferten sich ein hochklassiges Duell mit den Läufern der LG Karlsruhe und der Startgemeinschaft Gomaringen/Schwäbisch Hall. Am Ende hatte Schlussläufer Patrick Oehler zwar das Nachsehen hinter seinem Karlsruher Kontrahenten, er sicherte den Sindelfingern aber den Vizemeistertitel in 7:33,43 Minuten.

Tobias Dahm darf man auf Landes- und süddeutscher Ebene getrost als Titelabonnenten bezeichnen. In den letzten Jahren war die Konkurrenz eher mau und Dahm stets überlegen. An diesem Wochenende stimmte zumindest die Leistungsdichte im Sindelfinger Kugelstoßring. Die beiden Rumänen Andrei Toader und Andrei Gag nahmen außer Wertung am Wettkampf teil. Und so fiel die 20-Meter-Marke schon im ersten Stoß. Gag wuchtete die 7,26-Kilogramm schwere Kugel auf 20,25 Meter. Andrei Toader, noch U20-Athlet, stand seinem Landsmann mit 19,57 Metern in nichts nach. Auch der Sindelfinger Tobias Dahm griff an. Sein erster Stoß flog auf 19,46 Meter. Im zweiten Durchgang wurde für den 2-Meter-Mann dann ein noch besserer Stoß gemessen: 19,54 Meter. Es folgten mehrere missglückte Stöße, weiter sollte es für Dahm an diesem Samstag nicht gehen. Der süddeutsche Meistertitel war ihm mit der Siegweite von 19,54 Metern aber nicht mehr zu nehmen. „Ich war nicht so spritzig“, erklärt Dahm, der sich in der letzten Woche mit einer Erkältung herumschlagen musste.

Ein weiterer süddeutscher Meistertitel ging an Stabhochspringerin Martina Schultze. Sie hatte in den letzten Wettkämpfen mit deutlichen Problemen zu kämpfen und blieb bei den baden-württembergischen Meisterschaften gar ohne einen gültigen Versuch. In Sindelfingen aber durchbrach sie diese Negativserie und schwang sich im zweiten Versuch über die 4,25 Meter. Da waren schon alle weiteren Teilnehmerinnen aus dem Rennen. An den 4,35 Metern scheiterte Schultze dann aber drei Mal. Die Goldmedaille und der Meistertitel gingen dennoch an die Sindelfingerin.

Einen starken Schlusspunkt unter das Meisterschaftswochenende setzte wie so oft die 4x400-Meter-Staffel der Männer. Hier ist der VfL Sindelfingen so gut wie schon lange nicht mehr aufgestellt. Luca Randazzo, Yannic Krings, Yannik Frers und Alexander Schif sicherten sich in der besten Hallenzeit, die eine Sindelfinger Viertelmeilerstaffel in den letzten sechs Jahren in der Halle gelaufen ist, den Titel. Bei 3:18,74 Minuten blieb die Uhr stehen, der letzte Titel der Meisterschaften ging an den gastgebenden VfL Sindelfingen.

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