Frers pulverisiert Bestmarke
  16.06.2015 •     Pressemitteilung

Eine faustdicke Überraschung bei den deutschen Junioren-Meisterschaften in Wetzlar war die Leistung von Yannik Frers. Der Sindelfinger Läufer steigerte seine Bestzeit um knapp eine Sekunde und unterbot die Norm für die deutschen Meisterschaften in Nürnberg deutlich.

Frers erwischte einen schnellen 400-Meter-Hürden-Lauf mit dem Europameisterschafts-Sechsten Felix Franz. „Ich bin trotzdem mein eigenes Rennen gelaufen und habe mich mitziehen lassen, mein Rhythmus hat super gepasst und ich konnte bei der letzten Hürde noch angreifen“, sagt Frers. Schon am Vortag im Vorlauf war er zur Bestzeit gerannt. „Super, dass ich jetzt noch etwas draufpacken konnte. Ich wollte die Norm abhaken, das war richtig gut.“

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Enttäuscht waren die Sindelfinger nach dem Lauf der 4x100-Meter-Staffel. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Johannes Wiesner kam Marvin Tischler zum Einsatz. Außerdem traten Sebastian Neumann, Deniz Almas und Jan Schenk an. Das Quartett war im dritten Zeitlauf am Start. Pech hatten die Sindelfinger vor allem bei den Wechseln. Hier wollte keiner so recht klappen wie geübt. Es blieb Platz drei in 41,86 Sekunden. Knapp verpassten die Vier das Finale der besten sechs Staffeln. „Wir hatten ziemlich Pech, eigentlich hat jeder Wechsel nicht funktioniert“, sagt Sebastian Neumann.

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Die zweite gemeldete Staffel, das 4x400-Meter-Quartett, konnte in Wetzlar nicht an den Start gehen. Jan Schenk musste mit Knieproblemen verzichten, somit blieben nicht genügend Staffel-Läufer. Über die 800-Meter-Strecke am Start war Jonas Kolzau. Er lief im zweiten Vorlauf 1:56,86 Minuten schnell.

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Nach langer Verletzungspause war Sebastian Neumann über die 100-Meter-Strecke am Start. In Wetzlar zeigte er sein erstes Saisonrennen und sieht bei sich noch viel Steigerungsbedarf. Im sechsten Vorlauf ging er gemeinsam mit dem starken Mannheimer Patrick Domogala an den Start. Als Sechster kam er nach 10,99 Sekunden ins Ziel. „Immerhin bin ich unter 11 Sekunden geblieben“, sagte Sebastian Neumann. Er erkannte aber einige Defizite. „Leider habe ich gemerkt, dass das Kraftdefizit noch groß ist, und dann habe ich leider auch noch die windgeschützte Bahn sieben unter der Tribüne erwischt, zudem bin ich leider noch sehr angespannt gewesen vor meinem ersten Lauf“, sagt Neumann. Für eine Qualifikation für das Finale reichte es nicht. „Ich bin alles in allem froh, verletzungsfrei durchgekommen zu sein und die Zeit ist für mein aktuelles Leistungsvermögen durchaus in Ordnung“, sagt der Sindelfinger Sprinter.