Eric Bundschuh holt die einzige Medaille
  12.08.2014 •     Pressemitteilung

Vom 8. bis 10. August gingen in Wattenscheid die deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten über die Bühne. Von neun Athleten des VfL Sindelfingen brachte einzig Eric Bundschuh im Diskuswurf eine Medaille mit nach Hause.

Drei Tage lang ging es in Bochum-Wattenscheid um Titel und Medaillen in den Altersklassen U18 und U20. Neun Athleten des VfL Sindelfingen waren angetreten, am Ende sprang lediglich eine Medaille für Eric Bundschuh im Diskuswurf heraus. Die Stimmung unter den Athleten ist getrübt. Die windigen Bedingungen spielten den Nachwuchssportlern nicht in die Karten, viele mussten ihre Final- oder Medaillenhoffnungen begraben. Auch für Eric Bundschuh begannen die Jugendmeisterschaften mit einer Enttäuschung. Der U18-Mann startete mit einem denkbar schlechten Einstieg in den Wettkampf. Knapp 15 Meter weit flog seine Kugel, ein schlechter Versuch für einen, der in dieser Saison an der 20-Meter-Marke kratzt. Im zweiten und dritten Durchgang wurde es besser, der weiteste Stoß landete bei 17,64 Metern, technisch wollte aber so gar nichts zusammenpassen. ?Bei Eric lief alles schief, was passieren kann, er hat viele technische Fehler gemacht?, sagt VfL-Geschäftsführerin Barbara Erath. So blieb es für Bundschuh bei einer Tagesbestweite von 17,64 Metern, das bedeutete Platz fünf unter Deutschlands besten Kugelstoßern. Seine Bestmarke hatte Bundschuh um mehr als zwei Meter verfehlt. Im Diskuswurf machte der VfL-Athlet dann aber alles besser. Hier zählte der 17-Jährige nicht zum engeren Favoritenkreis und konnte ohne Druck werfen. Vier Mal flog Bundschuhs Wettkampfgerät über die 50-Meter-Marke, in seinem letzten Versuch warf sich der Sindelfinger auf den Bronzerang. 54,71 Meter wurden gemessen, Eric Bundschuh durfte sich doch noch über die erhoffte Medaille freuen, auch wenn jeder im Kugelstoßen mit ihm gerechnet hatte. Den undankbaren vierten Platz belegte Simon Bayer im Kugelstoßen der U20. Auch Bayer blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück und schaffte es nicht, den beiden Spitzenathleten Patrick Müller und Henning Prüfer ein Schnippchen zu schlagen. Lange lag Bayer auf dem dritten Platz, im ersten Versuch hatte er mit 18,60 Metern eine starke Weite vorgelegt. Im sechsten Versuch war es dann Valentin Döbler aus München, der den Sindelfinger herausforderte. Er ließ sein Wettkampfgerät sechs Zentimeter weiter fliegen und stieß sich somit auf den dritten Platz nach vorne. Simon Bayer hatte die Chance zu kontern und verpasste sie. Zwar zeigte er erneut einen weiten Stoß. Der landete allerdings bei 18,53 Metern, zu wenig, um den Bronzerang zu verteidigen. So musste sich Simon Bayer am Ende mit Rang vier zufriedengeben. Riesiges Pech hatte Deniz Almas nach seinem Zwischenlauf über die 100-Meter-Strecke zu beklagen. Der Sprinter hatte sich im Vorlauf problemlos für den Zwischenlauf qualifizieren können, dann spielten die Windverhältnisse nicht mit. Gerade am zweiten Tag gab es viel Rückenwind auf der Zielgeraden, davon profitierten viele Sprinter, aber eben nicht der Sindelfinger. Drei Zwischenläufe über die 100 Meter wurden ausgetragen. Im ersten wurden 2,9 Meter pro Sekunde Rückenwind gemessen, im dritten 3,0. Nur im zweiten Lauf blieb es windstill, sehr zum Leidwesen von Almas. Der VfL-Sprinter war zwar schnell unterwegs, schaffte es in 11,02 Sekunden auf den dritten Platz, das reichte aber nicht aus für das Finale. Denn in beiden Zwischenläufen wurden windunterstützt deutlich schnellere Zeiten erzielt. ?Das war eine Windlotterie und wirklich ungerecht. Nur im zweiten Lauf gab es keinen Wind, das ist eine große Enttäuschung?, ärgert sich Trainer Peter Wiesner. Auch Deniz Almas ist enttäuscht: ?Ich bin fit und bin nicht schlecht gelaufen, aber der Wind hat einfach nicht mitgespielt. In diesem Jahr hat es wohl nicht klappen wollen. Dann schaffe ich es eben im nächsten?, sagt Almas. Trainingskamerad Luis Haidt startete ebenfalls über die 100 Meter und schied im Vorlauf mit 11,29 Sekunden aus. Knapp verpasste auch Tobias Kocholl den Endlauf. Der 1500-Meter-Läufer in der Altersklasse U20 trat im ersten Zeitvorlauf an und fand sich in einem stark taktisch geprägten Rennen wieder. Der VfL-Athlet gab alles, versuchte sich durchzusetzen und hatte am Ende doch das Nachsehen. In einem starken Feld verpasste er das Finale denkbar knapp. Er lief nach 4:03:29 Minuten ins Ziel, knapp drei Zehntelsekunden fehlten zum Finaleinzug. ?Er ist fantastisch gerannt, das war taktisch hervorragend. Leider hat es nicht für das Finale gereicht. Aber die Chancen waren auch gering, dass er da reinkommt?, sagt Trainer Harald Olbrich. Nicht über den elften Platz im Diskuswerfen der U18 kam Johanna Beyerle hinaus. Beim großen Favoritensterben schied auch sie nach dem Vorkampf aus und hatte das Glück nicht auf ihrer Seite. Nach zwei Versuchen, die vor der 40-Meter-Marke landeten, flog der Diskus im dritten Durchgang weit. Beyerles Wettkampfgerät landete nahe der 45 Meter, verfehlte allerdings den Diskuswurfsektor um wenige Zentimeter. Somit wurden als bester Wurf 39,34 Meter eingetragen. Im Speerwurf der U20 war Leon Bühler an der Reihe. Der Mehrkämpfer zeigte den zweitbesten Wettkampf seiner Saison und warf 56,89 Meter weit. Das brachte dem Sindelfinger Rang 13.

erstellt von Saskia Drechsel (SZ)