Erfolge und Enttäuschungen in der Europahalle
  21.01.2014 •     Pressemitteilung

Die baden-württembergischen Meisterschaften der Aktiven und Jugendlichen waren für den VfL Sindelfingen ein voller Erfolg. Die Medaillenbilanz der Blau-Weißen kann sich durchaus sehen lassen. Neben acht Goldmedaillen sprangen fünf Silber- und fünf Bronzemedaillen heraus.


Drei Mal Edelmetall und drei Qualifikationen für die deutschen Jugendhallenmeisterschaften gab es für U18-Sprinter Deniz Almas. Er erwischte ein starkes Wochenende. „Besser geht es eigentlich nicht“, sagt der 16-Jährige. Über die 60 Meter gewann er in 7,13 Sekunden Bronze. Im 200-Meter-Lauf reichte es in 22,76 Sekunden auf Rang zwei, nur knapp schrammte Almas hier am Sieg vorbei. Auch die männliche 4x200-Meter-Staffel konnte auf einen Medaillenrang laufen. Deniz Almas, Sebastian Neumann, Lukas Mayer und Leon Bühler hatten mit Behinderungen auf der Laufbahn zu kämpfen, unterboten mit ihren 1:32,59 Minuten die Norm für die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen dennoch deutlich.

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Im Schatten von Nadine Hildebrand kämpfte sich eine zweite Sindelfinger Hürdensprinterin in die Medaillenränge. Baden-württembergische Vizemeisterin wurde Sabrina Lindenmayer, die mit ihrem Saisoneinstieg in 8,37 Sekunden hochzufrieden war.
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Enttäuschte Gesichter gab es dagegen bei den Sindelfinger Stabhochspringern zu sehen. Am Samstag musste Victoria von Eynatten ihre Sachen packen, bevor sie einen ersten Sprung auf die Matte gewagt hatte. Achillessehnenbeschwerden machten den Wettkampf unmöglich. „Beim Warmmachen hatte ich richtige Schmerzen, ich hätte höchstens ein paar Sprünge, auf keinen Fall aber einen richtigen Wettkampf machen können“, sagt von Eynatten, die aber ihre DM-Qualifikation schon sicher hat.
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Der Titelanwärter bei den Männern, Florian Gaul, ärgerte sich über einen Salto-Nullo. Nach drei Fehlversuchen über 5,00 Meter musste sich der Stabhochspringer auf den Heimweg machen. Hannes Grolig durfte indes über eine Medaille bei der U18 jubeln. Er übersprang 4,30 Meter und wurde Zweiter. „Die 4,40 Meter wären aber drin gewesen. Der Versuch war fast drüber“, ärgerte sich der Mehrkämpfer.
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Gleich zwei Mal am Start war Mittelstreckenläufer Tobias Kocholl. Er trat im 1500-Meter-Rennen an, musste aber drei Athleten den Vortritt lassen und kam als Vierter in 4:06,57 Minuten im Ziel an. „Der Lauf war eine Katastrophe, ich habe den Spurt 200 Meter vor Schluss verpennt“. Am Sonntag wollte es Tobias Kocholl dann noch einmal wissen und trat über die 800 Meter an. Auf den vier Hallenrunden machte er gemeinsam mit dem Tübinger Jan Hoffmann kräftig Tempo. Im Sprintduell blieb dem Sindelfinger der dritte Platz und damit die Bronzemedaille. Außerdem durfte sich Kocholl über eine neue Bestzeit von 1:57,58 Minuten freuen. Die Norm für die deutschen Jugendhallenmeisterschaften, die im heimischen Glaspalast stattfinden, ist ihm ebenfalls sicher.
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Top besetzt war das 60-eter-Rennen der Frauen. Verena Sailer und Yasmin Kwadwo traten gegen Nadine Hildebrand und Tamara Seer an. Die Sindelfingerinnen zeigten gute Leistungen, Nadine Hildebrand knackte wie erhofft ihre Bestleistung und lief in 7,39 Sekunden auf den Bronzerang. Tamara Seer wurde in 7,59 Sekunden Vierte.
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Einen starken Start in die Hallensaison hatte auch Manuel Ilg. Der Sindelfinger sicherte sich über 200 Meter den vierten Platz in 22,13 Sekunden. Über die zwei Hallenrunden reichte es dann hinter dem starken Dennis Schwarze zu Silber. 48,61 Sekunden benötigte er für 400 Meter, mit dem Staffelgold über 4x400 Meter erweiterte Ilg seine Medaillensammlung.
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An die Spitze des 800-Meter-Feldes lief Patrick Oehler schon nach wenigen Metern. Dort machte er lange das Tempo, wurde aber eine halbe Runde vor Schluss attackiert. Im Sprintduell setzte sich Sebastian Karl durch, Oehler wurde Zweiter. Mit 1:51,27 Minuten gewann er aber die Silbermedaille.
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Ein Wechselfehler und schon war es um die erhoffte Medaille der ersten Sindelfinger Männerstaffel über 4x200 Meter geschehen. Doch das zweite VfL-Team holte die Eisen aus dem Feuer. Spontan hatten sich die Mehrkämpfer Manuel Retzbach und Christoph Ewinger, sowie Carsten Theurer und Jonas Kolzau bereit erklärt als Staffel-Quartett anzutreten. In 1:32,59 Minuten brachten sie das Staffelholz sicher ins Ziel und gewannen die Bronzemedaille.

erstellt von Saskia Drechsel