Eine Überfliegerin für Blau-Weiß
  14.11.2015 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Die 17-jährige Stabhochspringerin Tamara Schaßberger wechselt zum VfL Sindelfingen

Sie fliegt höher und höher und zählt zu den besten Nachwuchs-Sportlerinnen des Landes: Tamara Schaßberger ist die erfolgreichste Stabhochsprung-Überfliegerin Baden-Württembergs. Nun hat die 17-Jährige ihren nächsten Anlaufschritt zu einer großen Stabhochsprung-Karriere gemacht und hat den Verein gewechselt. Zum VfL Sindelfingen.

Die Stabhochspringerin führt die aktuelle württembergische Bestenliste der weiblichen U18 mit über genau 40 Zentimeter Vorsprung an, noch größer ist der Abstand zur besten Athletin aus Baden. Auch deutschlandweit kann sie mit der zweithöchsten Höhe des Sommers einer U18-Athletin aufwarten. Ihre größten Erfolge feierte Schaßberger bis jetzt im Trikot der LG Neckar-Enz, nun wird der VfL Sindelfingen ihre neue Heimat.

Die letzte Saison war rückblickend die erfolgreichste, auch wenn sie viele Aufs und Abs verkraften musste. Unter dem Hallendach konnte die Stabhochspringerin ihre Bestleistung von 3,90 Meter auf starke 4,15 Meter steigern. Als Favoritin fuhr sie zu den deutschen Jugendhallenmeisterschaften. „Den Wettkampf musste ich jedoch ohne gültigen Versuch verlassen“, sagt Schaßberger über den Dämpfer im Februar. In die Freiluftsaison startet die 17-Jährige ehrgeiziger denn je. Nach den hohen Sprüngen im Winter erhoffte sie sich für die Freiluftsaison Leistungen jenseits der 4,10 Meter.

Schon im Mai stellte sie in Engen eine neue Freiluft-Bestleistung von 4,10 Meter auf. Das größte Saisonziel war somit erreicht: die Qualifikation für die Weltmeisterschaften der Altersklasse U18 in Cali (Kolumbien). Weiter steigern konnte sich die Sportlerin im weiteren Saisonverlauf aber nicht.

In Cali angekommen schwang sich Schaßberger problemlos durch die Qualifikation der Nachwuchs-Weltmeisterschaften. In einem schwierigen Wettkampf überquerte sie im Finale immerhin 3,95 Meter und wurde Siebte. „Die Teilnahme bei den Weltmeisterschaften in Kolumbien war ein ganz besonderes Erlebnis. Im Stadion herrschte eine außergewöhnliche Stimmung. Das Team und das Vorbereitungscamp in Florida waren super. Es war ja mein erster großer internationaler Einsatz.“

Ebenfalls mit 3,95 Metern erreichte die Stabhochspringerin dann im August die deutsche Vizemeisterschaft in Jena.

Ab der kommenden Saison wird Tamara Schaßberger im Trikot des VfL Sindelfingen ihre Wettkämpfe bestreiten und will im blau-weißen Dress noch höher hinaus. „Für das kommende Jahr war ich auf der Suche nach einem neuen Verein, und da ich nur Positives über den VfL gehört habe, habe ich mich entschlossen ab 2016 in Blau-Weiß zu starten“, sagt die 17-Jährige, die derselben Trainingsgruppe wie Florian Gaul angehört. Unter Ivan Macura-Böhm trainiert das Nachwuchstalent fünf bis sechs Mal pro Woche am Olympiastützpunkt in Stuttgart.

Gleichzeitig besucht sie seit September die elfte Klasse auf einem ernährungswissenschaftlichen Gymnasium, der Hedwig-Dohm-Schule in Stuttgart. Gerade wird insbesondere an der Technik, der Kraft und der Schnelligkeit gearbeitet.

„Bei der Technik geht es für mich gerade im Besonderen um den Einstich und den Absprung“, sagt Schaßberger. Sie hat sich vorgenommen, einige technische Fehler auszubessern und mehr Kraft aufzubauen.

Die Stabhochspringerin hat in der Hallensaison ein großes Ziel: Sie will sich für den Ländervergleichskampf der U20 zwischen Deutschland, Italien und Frankreich qualifizieren. Für die Freiluftsaison hat Schaßberger gleich zwei Punkte im Auge. Zum einen will sie endlich die 4,20 Meter knacken und sich auf eine neue Bestleistung steigern, auf der anderen Seite träumt sie schon vom nächsten internationalen Einsatz.

Zwar gehört die Neu-Sindelfingerin im kommenden Jahr dem jüngeren Jahrgang der Altersklasse U20 an, sie hofft sich aber gegen die nationale Konkurrenz durchsetzen zu können und hat die U20-Weltmeisterschaften in Kazan (Russland) ins Visier genommen.

Auch der Sprung vom C- ins B-Kader will Tamara Schaßberger schaffen, um auch in den nächsten Jahren unter besten Bedingungen höher und höher springen zu können.

erstellt von szbz.de (sd)