Eine Sprinterin aus Überzeugung
  03.12.2014 •     Pressemitteilung

Hufschmidt ist mit ihren 24 Jahren in einem guten Sprinteralter und hat noch viel Potenzial. In den letzten Jahren stieg die Studentin für die TSG 1862 Weinheim in die Startblöcke, nach Sindelfingen kommt sie, um eine Mannschaft um sich zu haben. „In meinem alten Verein hat mir das Familiäre gefehlt. Hier wurde ich sehr herzlich empfangen, gerade beim Martinsgansessen war es toll. Mein Trainer Sebastian Marcard ist außerdem sehr engagiert und die Gruppe ist super“, ist Hufschmidt glücklich mit ihrer Entscheidung.

Die 24-Jährige wird weiterhin in Mannheim studieren, mindestens einmal in der Woche absolviert sie ihre Trainingseinheiten im Floschenstadion oder dem Glaspalast. „Das Training schlägt an und ich bin gerade sehr zuversichtlich. Gerade beim Krafttraining merke ich einen großen Unterschied in der Trainingsplanung.“

Zurzeit stehen fast täglich Übungseinheiten an. Zwei bis drei Mal in der Woche geht es in den Kraftraum, auf der Bahn werden gerade viele Tempoläufe absolviert. „Der Schwerpunkt liegt eindeutig darauf Grundlagen zu schaffen. Tempohärte und Kraftausdauer, das wird gerade trainiert“, weiß die Neu-Sindelfingerin.

Denn für den Winter hat Hufschmidt den ein oder anderen Wettkampf im Auge. „Wir haben noch nichts genaues geplant und ich muss natürlich auch sehen, wie die Zubringerleistungen sind, aber starten will ich auf jeden Fall“, ist sie heiß auf die Hallensaison. Die Stärken von Deborah Hufschmidt lagen bisher auf der 100-Meter-Strecke, was aber auch daran liegt, dass sie bisher nur selten über die halbe Stadionrunde in Wettkämpfen antrat. Trotz eingeplanter Hallensaison, der Fokus der ehrgeizigen Sprinterin liegt auf den Freiluftwettkämpfen. Hier will die 24-Jährige angreifen und am liebsten in Bestzeit im Ziel ankommen. Die liegt seit mehr als zwei Jahren bei 11,57 Sekunden. Eine Zeit, die Hufschmidt im Jahr 2012 zu den schnellsten zehn Frauen in Deutschland zählen ließ. Auch 2013 war die Sprinterin schnell unterwegs. Bei den deutschen Meisterschaften der Aktiven lief sie auf Platz fünf.

Dabei ist Deborah Hufschmidt erst seit knapp fünf Jahren als Leichtathletin aktiv. Mit zehn Jahren probierte sie sich erstmals in der Sportart und war als Schülerin ein Jahr lang auf der Rundbahn unterwegs. Viele Jahre später lief sie ihrem ehemaligen Trainer über den Weg, der sie wieder zu einer Trainingseinheit einlud. Deborah Hufschmidt probierte es aus und blieb. Für den Sprint entschied sie sich schnell. „Dort lagen schon immer meine Talente.“ Und auch ihre Begeisterung: „Es ist ein tolles Gefühl so schnell zu laufen, schneller wie jeder andere. Das ist viel mehr als einfaches Rennen.“

Deborah Hufschmidt ist davon überzeugt, dass ihre Bestzeit aus der Saison 2012 nicht die Letzte war. „Ich glaube, dass es auf jeden Fall möglich ist wieder solche Zeiten zu laufen. Ich habe noch viel Potenzial, gerade beim Start.“ Das verletzungsgeplagte letzte Jahr will die BWL-Studentin am liebsten schnell vergessen. Mit Beuger-Problemen konnte sie lediglich einen Wettkampf absolvieren.

Für 2015 hat sich Hufschmidt aber nicht nur schnelle Zeiten über die 100-Meter-Strecke vorgenommen, über die 200 Meter will sie ihre Bestzeit erheblich verbessern, auf die Staffel freut sich der Neuzugang der Blau-Weißen ganz besonders. „Ich hatte in Weinheim nie die Möglichkeit mit einer Staffel anzutreten, deswegen ist das etwas ganz besonderes für mich.“

Gemeinsam mit Sabrina Lindenmayer, Nadine Hildebrand, Ida Mayer und Eva Baur kann ein starkes VfL-Quartett ins Rennen geschickt werden. „Vielleicht schaffen wir es ja auf einen Podestplatz bei den deutschen Meisterschaften, das wäre natürlich super.“

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