Ein Neuzugang vom VfB Stuttgart
  07.11.2014 •     Pressemitteilung

Das ist auch in der württembergischen Bestenliste sichtbar. Gleich sechs Sindelfinger finden sich unter den Top zwölf der Männer im Leichtathletikverband und sage und schreibe acht Sindelfinger konnten in der vergangenen Freiluftsaison die Elf-Sekunden-Marke deutlich unterbieten und haben eine „10er-Zeit“ vorzuweisen. Nun wird die Sprinter-Riege um einen weiteren Top-Athleten reicher.

John-Henry Tate wechselt vom VfB Stuttgart zum VfL Sindelfingen und verstärkt die Konkurrenz in Training und Wettkampf. Denn Tates Bestmarke liegt seit dem letzten Jahr bei 10,62 Sekunden. In Top-Form ist der 26-Jährige eine tolle Verstärkung für die 4?x?100-Meter-Staffel der Blau-Weißen und verschärft gleichzeitig den Konkurrenzkampf. Vor allem das starke Sprintteam war es, das Tate zum VfL lockte.

„Die Gruppe war für mich ein wichtiger Grund zum Wechseln. Ich kenne die meisten von Wettkämpfen.“ Nun steckt der Sprinter mitten im Vorbereitungstraining auf die Hallensaison. Unter Trainer Sebastian Marcard stehen gerade Tempoläufe oder Krafttraining auf dem Plan.

Der 26-Jährige fühlt sich topfit und ist guten Mutes: „Ich bin stabil, alles fühlt sich gut an und ich glaube mein Trainer ist auch zufrieden“, sagt Tate. Für ihn steht auch im kommenden Jahr im Vordergrund verletzungsfrei zu sprinten. Denn schlechte Erfahrungen und lange Leidensjahre hat John-Henry Tate schon hinter sich.

Vor fast zehn Jahren, in der Saison 2005 feierte der Athlet seinen größten Erfolg in der Leichtathletik. Damals war Tate noch im Jugendalter und trumpfte bei den deutschen Jugendmeisterschaften groß auf. Gleich zwei Meistertitel staubte er ab. Einen über die 100-Meter-Strecke, den Zweiten im 200-Meter-Sprint. Dann folgte eine lange Durststrecke. Tate verletzte sich am Großzehengrundgelenk und wurde die Beschwerden nicht mehr los. „Keiner wusste, wie man das behandeln soll. Ich hatte vier Jahre dieses Problem“, sagt er. Und plötzlich, im Jahr 2009 war das Sprinten wieder möglich. Zwar waren Training und Ausbildung nicht perfekt zu koordinieren, Tate steigerte sich aber kontinuierlich.

Im Juli platzte dann der Knoten. Der Sprinter hatte sein Bauingenieursstudium abgeschlossen und war so schnell wie noch nie und das auch noch bei Gegenwind. Bei den süddeutschen Meisterschaften in Regensburg blieb die Uhr bei 10,62 Sekunden stehen. Eine Achillessehnenreizung verhinderte aber weitere schnelle Wettkämpfe in der vergangenen Saison. Nun ist John-Henry Tate wieder wohlauf und voller Tatendrang.

Über die 100-Meter-Strecke stellt er sich im kommenden Jahr eine Zeit jenseits der 10,60 Sekunden vor. Der Sprinter hofft durch den Vereins- und Trainerwechsel auf neue Impulse. „Gerade hintenraus bin ich zuletzt immer eingegangen. Da waren Trainingsdefizite schuld. Jetzt hoffe ich die Wintervorbereitung voll durchziehen zu können.“ Auch auf Einsätze in der Staffel freut sich der 26-Jährige. „Es wäre cool mit Sindelfingen eine Medaille bei den deutschen Meisterschaften zu holen.“

erstellt von szbz.de (sd)