Ein Medaillen-Satz für Michelchen
  18.07.2014 •     Pressemitteilung

Gleich zwei Mal durfte Sabine Grissmer in Erfurt ran. Im Diskuswerfen der W45 stellte sie eine neue Saisonbestleistung auf und zeigte eine starke Serie, der weiteste Wurf landete bei 30,97 Metern. Das bedeutete Platz sechs in einem engen Feld. Im Hammerwurf schaffte es Grissmer dann auf das Treppchen.

In einem spannenden Wettkampf musste sie lange zittern, ein weiter dritter Versuch landete nur wenige Zentimeter außerhalb des Sektors. Im vierten Durchgang gelang ein ähnlich weiter Wurf, der auf starke 38,61 Meter flog. Das bedeutete Platz drei und Bronze für Sabine Grissmer.

Ebenfalls den Bronzerang erkämpfte sich Dieter Köhl im Hochsprung der M60. Nach zehn Wochen Trainingspause schaffte es der Hochspringer über die 1,61 Meter.

Ganz oben aufs Treppchen warf sich Gina DeFacendis mit dem Speer. Die Sindelfingerin dominierte in der Altersklasse W55 ihren Wettkampf und siegte mit über drei Metern Vorsprung. Ihr weitester Versuch landete bei 31,54 Metern. Die nächste Bronzemedaille ging an Renate Ansel im Hammerwurf der W40. Ihr Wettkampfgerät landete bei ordentlichen 39,60 Metern.

Ein anspruchsvolles Programm hatte sich Rahel Dengler vorgenommen. Sie trat über alle Sprintdisziplinen an und schaffte es jeweils unter die schnellsten Acht der W45. Im 100-Meter-Vorlauf stellte sie eine neue persönliche Bestleistung auf, auch im Endlauf war sie 13,95 Sekunden schnell und wurde Achte.

Über die 200 Meter gab es im Vorlauf eine Bestleistung (28,67 Sekunden), im Endlauf Platz fünf mit 29,30 Sekunden. Im 400-Meter-Lauf lag Dengler bis kurz vor dem Ziel auf Medaillenkurs, musste sich dann aber mit Platz sechs und 66,32 Sekunden zufrieden geben.

Auch Ernst Litau hatte einen vollen Terminplan. Im 100-Meter-Lauf der M50 wurde er mit 12,45 Sekunden Siebter und stellte seine Bestleistung ein, über die 200 Meter war er 25,99 Sekunden schnell, verpasste aber sein Finale. Auf das 400-Meter-Rennen verzichtete Litau dann, um im Staffellauf, gemeinsam mit Reinhard Michelchen, Kurt Kaschke und Bernhard Grissmer, antreten zu können.

„Mir war klar, dass wir eine Medaille nur zusammen im Staffellauf erreichen können. Als Schnellster der Staffel habe ich mir vorgenommen, alles zu geben. Ich habe versucht, Kurt am Anfang des Wechselraums den Staffelstab abzunehmen und ihn Reinhard am Ende des Wechselraums zu übergeben. Und ohne Training haben unsere Wechsel sogar gepasst“, freut sich Litau über die überraschende Bronzemedaille in 51,89 Sekunden.

Mit einem kompletten Medaillensatz durfte Reinhard Michelchen zurück nach Sindelfingen reisen. Vor der Bronzemedaille mit der Staffel gab es Silber über die 200 Meter in 26,07 Sekunden. Über die 400 Meter klappte es mit der zweiten Sindelfinger Goldmedaille. Michelchen war 59,50 Sekunden schnell und durfte über den deutschen Meistertitel jubeln.

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