Ein Eis für Luca Bialdyga und Susanne Ernst
  22.05.2019 •     Wettkampf Pressemitteilung TOP-Nachricht

Die Sindelfinger Leichtathletik-Jugend zeigte sich auf breiter Front bei den württembergischen Teammeisterschaften im Ulmer Donaustadion. Neben starken Leistungen zeigten sich auch Disziplinfelder mit Verbesserungsbedarf.

 

Das U20-Team der VfL-Jungs begann mit der 4x100-Meter-Staffel, die Carl Küschall, Eric Joos, Jannis Joos und Nick Dräger nach 46,27 Sekunden ins Ziel brachten. Nach längerer Wettkampfabstinenz zeigte Manuel Krebs, dass er im Hochsprung nichts verlernt hat und übersprang 1,76 Meter. Ebenfalls mit Bestleistung überzeugte sein Bruder Alexander Krebs, der 1,68 Meter sprang.

Im folgenden Diskuswurf zeigte sich, dass der VfL im Jugendbereich momentan wenig Spezialisten im Wurfbereich hat. Mittelstreckler Alexander Krebs sprang auch hier ein und erzielte 23,58 Meter, Lars Böttinger kam auf 22,04 Meter. Sehr wohl spezialisiert hat sich Stefan Volzer auf die 110 Meter Hürden und kam auf sehr starke 13,54 Sekunden. Das zweite Ergebnis kam von Manuel Krebs, der frühere Mehrkämpfer kam auf 17,48 Sekunden. Im Weitsprung zeigte sich Harun Avdic stark verbessert und landete bei 5,41 Meter, auch Florian Burkhardt konnte mit 5,04 Meter überzeugen. Stefan Volzer war auch über die 100 Meter am Start und dominierte auch hier das Feld, die Uhr blieb bei 10,92 Sekunden stehen, Eric Joos erzielte gute 11,42 Sekunden.

Hammerwerfer Lars Böttinger sprang auch im Kugelstoßen ein und ließ das 6-Kilo-Wurfgerät auf 10,90 Meter fliegen, noch weiter stieß Max Behrendt. Der nach längerer Pause zurückgekehrte Sprint-Sprung-Spezialist wuchtete die Kugel auf 11,63 Meter. Über die abschließenden 800 Meter kamen schließlich die Spezialisten aus der Mittelstreckengruppe zum Tragen und nisteten sich im Vorderfeld ein. Bei Alexander Krebs zeigte die Uhr 2,09,36 Minuten, knapp dahinter die Kollegen Mark Bachner in 2,10,16 und Felix Krauss in 2,10,54 Minuten, der hiermit knapp die Wertung verfehlte. Zudem im Team, aber ebenfalls nicht in der Wertung waren noch Nick Dräger, Jannis Joos und Carl Küschall. Jugendleiter Hans-Jürgen Burgstahler, der zusammen mit Wurftrainer Volker Nawroth das Team betreute, zog ein positives Fazit: „Umgeben von lauter Leichtathletikgemeinschaften waren wir neben den Ulmern der einzige Einzelverein, daher ist Rang vier mit 9246 Punkten ein gutes Ergebnis. Klar haben wir Lücken im Wurfbereich, aber die Jungs haben als Team gut harmoniert, es fielen zahlreiche Bestleistungen, es hat allen Spaß gemacht.“

Aus für die Mädchen-Staffel

Auch dem Mädchen-Team, das ohnehin stark ersatzgeschwächt war und gleich zu Anfang einen schweren Rückschlag zu verkraften hatte. Die 4x100-Meter-Staffel mit Susanne Ernst, Lea Creuzberger, Nina Nawroth und Fanny Eckstein produzierte einen Wechselfehler und wurde disqualifiziert. Zuvor und danach zeigte allerdings Nina Nawroth, dass sie nicht nur eine der stärksten Nachwuchs-Speerwerferinnen im Land ist, sondern auch ihre Mehrkampfvergangenheit nicht vergessen hat. Sie erzielte im Kugelstoßen 10,67 Meter und im Weitsprung 5,27 Meter. Die zweiten Leistungen kamen von Helen Rembold mit 6,98 und Ana Klaiber-Blasco mit 4,15 Meter. Auch den ungewohnten Diskus ließ Nina Nawroth auf ansprechende 29,39 Meter fliegen, Helen Rembold kam hier auf 19,67 Meter. Über 100 Meter konnte der VfL mit Lea Creuzberger wieder eine ausgesprochene Spezialistin an den Start bringen.

Sie lief 12,43 Sekunden, die zweite Zeit kam von Fanny Eckstein, sie lautete 14,14 Sekunden. Luca Bialdyga ist vielseitig einsetzbar und war nach dem Ausfall der beiden etatmäßigen Hürdenläuferinnen bereit, die 100 Meter Hürden in Angriff zu nehmen, ihre Zeit war 19,76 Sekunden. Auch zum Hochsprung ließ sie sich kurzfristig überreden und erstaunte ihren Jugendleiter mit immerhin 1,40 Metern. Auch Susanne Ernst sah die Hochsprungmatte in den letzten Jahren nicht mehr und überraschte mit 1,48 Meter. „Wir haben mit den Jungs gewettet, bei 1,40 Metern gibt es ein Eis“, freuten sich die beiden. Erst zum Ende der Veranstaltung durfte sich Luca Bialdyga dem widmen, was sie am liebsten macht, der Mittelstrecke. Für die 800 Meter benötigte sie 2,46,91 Minuten. Kim Bödi hielt lange Anschluss an die Führende und ließ erst die letzten 200 Meter abreißen, für sie blieb die Uhr nach 2,22,23 Minuten stehen. Im Gesamtergebnis kam das VfL-Team auf den 5. Rang mit 6120 Punkten. „Leider kam durch den Ausfall unserer Hürdenläuferinnen, unserer Kader-Werferinnen und der Disqualifikation der Staffel kein besseres Ergebnis zustande, aber die Mädchen haben einen guten Job gemacht und Kampfgeist bewiesen“, lautete das Schlusswort des Jugendleiters.

 

Die Seite aus der SZBZ vom 22.05.2019

erstellt von Hans-Jürgen-Burgstahler (SZBZ - 22.05.19)