Downunder mit großen Erfolgen
  16.11.2016 •     Pressemitteilung

Reinhard Michelchen und Peter Esenwein holen eine Menge Edelmetal bei den World Masters in Pearth: 2x Gold, 2x Silber, 2x Bronze und 1 Europarekord

Angelika Grissmer Peter Essenwein und Reinhard Michelchen machten sich auf den langen Weg nach Down Under. Hier trafen wir auch unseren Vereinskollegen Kurt Kaschke, der als offizieller Delegierter des Masters Europaverbandes, teilnahm. In Perth/West Australien fanden vom 26. 10.-06. November die Leichtathletik World Master Championship statt.

Die Meisterschaften hatten ein Meldeergebnis von über 4000 Teilnehmern aus 91 Ländern zu verzeichnen. Die Sportanlagen und die freundlichen Organisatoren waren top und boten super Bedingungen. Auch das Klima mit angenehmen Temperaturen von 20 bis 37 Grad passte. Nur der böige Wind machte manchmal Probleme.

Peter (M45) stellte sich dem starken Speerwerfer Feld. Leider hatten wir in den 2 weit auseinanderliegenden Stadien und paralleler Startzeit mit den 100m EL keine Gelegenheit ihn anzufeuern und Fotos (deshalb leider nur Archivbilder aus dem Netz und 1 originales vom Veranstalter) zu machen, aber das hat er trotzdem super gemeistert. Der erste Wurf landete bei 59,24m und reichte erst mal aus um zu zeigen wer hier der Chef ist. Im 3. Versuch ging es endlich mit genau 63m über die 60m Marke. Im  vorletzten Versuch landete der Speer dann bei 65,03m. Daran bissen sich alle die Zähne aus und so sicherte sich Peter mit genau 3m Vorsprung auf den zweiten die Goldmedaille. Insgeheim hofften wir dass er am WR kratzt, aber diese 77,15m waren an dem Tag leider nicht drin. Egal. Die erste Medaille, und auch noch Gold, landete für Sindelfingen im Gepäck.

Angelika (W55) hatte einen guten 100m VL hinbekommen. Im Endlauf lief nicht alles so wie geplant, aber die 14,12s bedeuteten im Endergebnis einen tollen 6. Platz. Den Vorlauf 200m, ihre Spezialstrecke, gewann Angelika  locker. Im Endlauf gab es mit 28,97s und Jahresbestzeit den 4. Platz zur Belohnung. Am letzten Tag standen vormittags die 4x100m auf dem Zeitplan.  An Position 2 laufend brachte Angelika die deutsche Staffel von Platz 4 auf Platz 2 und erreichte so mit dem deutschen Team den Silberplatz hinter Australien und vor den USA. Als starke 200m Läuferin kam sie so noch unerwartet zum Einsatz in der 4x400m Staffel. Hier war wieder Australien vorn. Dieses Mal gab es hinter den USA noch einmal Bronze zu feiern.

 

Reinhard (M60) startete in die WM auch mit dem 100m VL, den er, wie auch das Semifinale locker gewann. Der Endlauf war nicht optimal und so reichten die 12,50s nur zu Platz 4. Im Lauf schockte ein Japaner das ganze Feld und stürmte vor zu Platz 2. Aber bei den Olympischen Spielen in Rio gab es auch diese „Überraschungen“. Japan war ungewöhnlich stark auf den Sprintstrecken.

Den 200m Vorlauf gewonnen und im Semifinale locker gelaufen,                  gab Selbstvertrauen für den Endlauf. Trotz Jahresbestleistung in 25,42 s, gab es wieder nur den undankbaren Platz 4 knapp hinter dem Japaner aus dem100m Finale.

Dann waren die 400m Läufe  auf dem Zeitplan. Hier gab es zum Glück nur einen Lauf jeden Tag und man konnte sich die Kräfte besser einteilen.  Der Plan ging auf. Vorlauf gewonnen und im Semi reichte Platz 2 für den Endlauf. Dieses Mal Kraft gespart, ging es am vorletzten Tag zum 400m EL. Da waren nur der Engländer David Elderfield und ein Deutscher Gerhard Zorn schneller und mit einer erneuten Jahresbestzeit von 57,75s gab es Bronze. Diese Zeit bedeutet gleichzeitig Platz 3 in der Masters Weltjahresbestenliste.

Am nächsten Tag standen vormittags die 4x100m auf dem Zeitplan. Aber Japan schockte wiederum das ganze Feld und gewann die 4x100m. An Position 3 laufend erreichte Reinhard mit dem deutschen Team den Silber Platz vor den 4 starken schwarzen Sprintern aus USA.  In der 4x400m Staffel hatte sich das deutsche Team vorgenommen,  den Europarekord, evtl. auch den Weltrekord auf dieser Strecke anzugreifen. Reinhard übergab als Startläufer den Staffelstab als erster und das deutsche Team gewann, mit 2 Läufern aus Bayern und einem Thüringer, mit großem Vorsprung. Der Europarekord steht jetzt bei 3:53,7s. Zum Weltrekord fehlten leider 2 Sekunden. Aber das Team dürfte die Nationalhymne bei der Siegerehrung hören und mitsingen.

Jetzt gibt es nach der langen Saison 2016, die mit der Hallen EM Ancona im März begann, den Penn Relays in den USA und der WM in Australien vorige Woche, erst einmal eine verdiente Pause, um die Akkus für die Hallensaison 2017 wieder aufzuladen.

Termine für nächstes Jahr sind: Hallen WM Daegu Korea, World Master Games Auckland Neuseeland und im Sommer EM Aarhus Dänemark

erstellt von Dieter und Reinhard