Die Experten für die Stadionrunde
  04.12.2015 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Der VfL Sindelfingen verstärkt sich mit den talentierten 400-Meter-Läufern Yannic Krings und Luca Randazzo

Von Quereinsteigern zu Überfliegern, so lassen sich Yannic Krings und Luca Randazzo gut beschreiben. Nun haben die zwei 400-Meter-Asse noch etwas gemeinsam: Beide werden in der kommenden Saison im blau-weißen Trikot des VfL Sindelfingen an den Start gehen.

Mit knapp 18 Jahren entschied sich Yannic Krings, es mit der Leichtathletik zu versuchen. Im Oktober 2011 war das. Bei der LG Weinstadt fand Krings ein Zuhause und begann mit dem Training.

Erst 2013 tauchte der Erzieher erstmals auf der Wettkampfbühne auf. Im Rahmen eines Fünfkampfes absolvierte er einen 400-Meter-Lauf und lies die Vereinskameraden staunen: Bei 52,13 Sekunden blieb die Zeit stehen. An sich nicht bemerkenswert, hätte sich Krings von da an nicht in jedem Wettkampf erheblich gesteigert. Bald waren es nur noch 50 Sekunden, die der Sportler für die Stadionrunde benötigte.

2014 dann, beim erst vierten Wettkampf über die 400-Meter-Strecke pulverisierte er seine Bestzeit erneut. Seitdem steht die Bestmarke bei starken 48,64 Sekunden. „Und zu dieser Zeit habe ich überhaupt erst ein Mal die Woche spezifisch Lauf trainiert. Deswegen bin ich sehr optimistisch, dass ich bald schnellere Zeiten stehen habe“, sagt der 21-Jährige.

Denn mit dem Vereinswechsel hat sich der Trainingsalltag von Yannic Krings vollkommen verändert. Nun trainiert er sechs Mal in der Woche bei Sebastian Marcard und hat sogar im Verein starke Konkurrenz. „Wir machen gerade drei Mal in der Woche Krafttraining das ist komplett neu für mich. Aber alles läuft prima. Basti passt auf, dass ich mich nicht überlaste“, sagt Krings. Auch im Schnelligkeitsbereich sieht er noch viel Potenzial. „Ich habe endlich ein professionelles Training in einem professionellen Team“, freut sich der 21-Jährige, der nach Sindelfingen gezogen ist und im Hort Sommerhofen darauf hinarbeitet, ein staatlich anerkannter Erzieher zu werden.

In der Hallensaison will Krings unbedingt seinen baden-württembergischen Meistertitel über die zwei Hallenrunden verteidigen und auch bei den süddeutschen Meisterschaften ganz oben auf dem Treppchen stehen. „Ich traue mir zu, unter 48 Sekunden zu laufen und will einen festen Platz in der Sindelfinger 4x400-Meter-Staffel haben“, so Krings. Und dieser Platz wird hart umkämpft sein.

Neben den etablierten Sindelfinger Kräften kommt mit Luca Randazzo ein ernsthafter Konkurrent aus Tübingen dazu. Der Viertelmeiler feierte im Jahr 2012 seine größten Erfolge. Über die 200 und die 400 Meter nahm Randazzo 2011 erstmals bei deutschen Jugendmeisterschaften teil. Ein halbes Jahr später rannte er bei den deutschen Hallenmeisterschaften zum Vize-Meistertitel in der Jugend.

Zum ersten Mal ins Nationaltrikot schlüpfte er dann beim Länderkampf in Frankreich. Seine erfolgreiche Saison 2012 krönte Randazzo mit einer Teilnahme bei den U20-Weltmeisterschaften mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel. Das überraschende an der rasanten Entwicklung: Erst Ende 2010 war Luca Randazzo vom Fußball zur Leichtathletik gekommen. „Ich war immer der Schnellste in der Mannschaft und habe dann einfach mal mittrainiert. Nachdem man meine Zeiten gesehen hat, hat man mir gesagt, ich habe Talent.“

Seit dem Jahr 2013 steht die Bestleistung des 400-Meter-Läufers bei 47,81 Sekunden. In 2014 konnte er sich nicht verbessern, im Oktober begann er mit einer Ausbildung zum Krankenpfleger und hatte ein Zeitproblem. „Für die Ausbildung ging viel Zeit drauf. Ich war nicht mehr in Form und habe ab 2014 keine Wettkämpfe mehr gemacht, das wäre nur Frust gewesen“, sagt Randazzo, den nun aber wieder der Ehrgeiz gepackt hat. „Ich will wieder angreifen und an meine alte Bestleistung ranlaufen.“ Zurzeit läuft das Vorbereitungstraining optimal, für die Grundlagen wird gesorgt, für den Muskelkater auch. „Ich habe einfach den Ehrgeiz immer schneller zu laufen und möchte noch einmal vorne mitspielen.“

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