Deutsche Meisterschaften der Physiotherapeuten
  13.09.2014 •     Pressemitteilung

Dass der Zehnkampf leider immer auch etwas mit Verletzungspech zu tun hat, ist hinlänglich bekannt. Leider galt dies auch für unsere VfL-Athleten Ende August bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Vaterstetten. Die Truppe startete den Wettkampf leider ohne den ebenfalls qualifizierten Sport- und Psychologiestudenten Johannes Carl, der aufgrund Prüfungsvorbereitungen nicht teilnehmen konnte.

Für Manuel Retzbach war dies der zweite Zehnkampf nach einer zweijährigen verletzungsbedingten Wettkampfpause. Obwohl der Qualifikationswettkampf in Heidenheim gerade erst 3 Wochen zurücklag und Training aufgrund von Schmerzen im Fuß nur eingeschränkt möglich war, konnte Manuel den Wettkampf mit sehr guten 6.458 Punkten beenden. Am ersten Tag lag er dabei mit seinen Leistungen auf einem ähnlichen Niveau wie noch in Regensburg (100-Meter-Lauf 11,55 Sekunden, Weitsprung 6,46 Meter, Kugelstoß 1,94 Meter, Hochsprung 1,79 Meter). Im abschließenden 400-Meter-Lauf konnte er sich jedoch bereits um fast 2 Sekunden auf 52,99 Sekunden steigern. Motiviert durch den guten Ablauf des ersten Tages und verletzungsfrei startete er in den zweiten Wettkampftag und konnte in allen Disziplinen persönliche Saisonbestleistungen abliefern (110-Meter-Hürdenlauf 16,12 Sekunden; Diskuswurf 34,08 Meter; Stabhochsprung 4,30 Meter; Speerwurf 51,11 Meter; 1500-Meter-Lauf 5:01,17 Minuten). Gerade in mit seiner ehemaligen „Hass-Disziplin“ Diskuswurf schien er sich versöhnt zu haben und konnte er sich von Wurf zu Wurf steigern. Bemerkt werden muss, das er die Sprungdisziplinen noch mit dem „falschen Fuß“ absolvierte und in der Vorbereitung nur ein sehr eingeschränktes Lauftraining möglich gewesen war. Christoph Ewinger gelang am Wochenende sein bisher stärkster Zehnkampf. Mit persönlicher Bestleistung im Fünf-Kampf verabschiedete er sich aus dem ersten Wettkampftag (100-Meter-Lauf 11,24 Sekunden; Weitsprung 6,42 Meter; Kugelstoß 11,52 Meter; Hochsprung 1,85 Meter; 400-Meter-Lauf 50,43 Sekunden). Leider meldete sich dann eine Verletzung am Fußgelenk wieder, die er sich bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften zugezogen hatte. Auch im Speerwurf konnte er aufgrund einer Verletzung am Ellenbogen nur eingeschränkt seine Leistung abrufen. An Aufgeben war jedoch nicht zu denken und dank guter Unterstützung der Physiotherapeuten und einer großen Sindelfinger Fangemeinde im Stadion lieferte er auch am zweiten Tag in Summe gute Leistungen ab (110 Meter-Hürdenlauf 16,57 Sekunden; Diskuswurf 29,70 Meter; Stabhochsprung 4,00 Meter; Speerwurf 41,72 Meter). Insbesondere dank seines sehr engagierten 1500 Meter-Laufs in 4:39,84 Minuten konnte er auch den Zehnkampf mit persönlicher Bestleistung (6.423 Punkte) abschließen.   Leider lief es bei unserem U20-Athleten Leon Bühler nicht ganz so glücklich: Nach einem guten Start (100-Meter-Lauf 11,99 Sekunden; Weitsprung 6,24 Meter; Kugelstoß 11,17 Meter) musste er den Wettkampf leider nach wenigen Versuchen im Hochsprung abbrechen, da die Schmerzen aufgrund einer Verletzung beim Weitsprung zu groß wurden. Er haderte jedoch nicht lang und unterstützte seine Kameraden sofort als fachkundiger Coach neben der Anlage. Der Abschluss des Saisonhöhepunkts ist sicher für alle Athleten nun der richtige Zeitpunkt, um ihre Verletzungen auszukurieren und neue Motivation zu sammeln.   Aus Württembergischer Sicht war zum Abschluss insbesondere das Siegerpodest sehenswert: Die ersten vier Plätze waren dort neben dem Deutschen Meister und Ex-Sindelfinger Rene Stauss, mit Felix Hepperle, Mathias Brugger und Nils Merten und damit mit guten Bekannten aus dem direkten Umfeld besetzt.

erstellt von Jan Gans