Der VfL springt fünfmal aufs Treppchen
  09.02.2015 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Der Sindelfinger Kugelstoßer Tobias Dahm ist bei den süddeutschen Meisterschaften in der umgebauten Messehalle in Karlsruhe wieder einmal nicht zu schlagen

In einer tollen Leichtathletik-Arena, aber mit sehr wenig Zuschauerzuspruch sind die süddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten am Wochenende über die Bühne gegangen. In der eigens für drei Leichtathletik-Events umgebauten Messehalle in Karlsruhe waren die besten Athleten Süddeutschlands am Samstag und Sonntag besonders schnell unterwegs. Es fielen zahlreiche Bestleistungen. Ob diese der schnellen Bahn zuzuschreiben sind, ist aber fraglich, schließlich sind die meisten Athleten schon topfit für die kommenden Saisonhöhepunkte: die deutschen Jugend- und die deutschen Aktivenmeisterschaften in den nächsten Wochen. Auch viele Sindelfinger Athleten starteten auf der blauen Karlsruher Bahn, dabei gewannen die VfL-Athleten fünf Medaillen.

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Besonders im Kugelstoßen der Männer trumpften die Blau-Weißen auf. Hier standen gleich fünf VfL-Athleten auf der Startliste, vollständig tauchten die starken Männer auf. Im Wettkampf setzte sich erwartungsgemäß Tobias Dahm durch, sein weitester Stoß flog 18,94 Meter weit. ?Ich bin nicht zufrieden, ich habe gut eingestoßen, danach lief es nicht mehr?, ärgert sich der Zwei-Meter-Mann. Die zweite Sindelfinger Medaille sicherte sich Artur Hoppe, seine 17,81 Meter waren Bronze wert. Auf Rang vier folgte ein zufriedener Simon Bayer, der in seinem ersten Jahr in der Aktivenklasse 16,96 Meter weit kam.

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Zum Medaillengarant mausert sich Leo Lohre, der im Stabhochsprung erneut zu Edelmetall flog. Das einzige Problem: Auch die Höhe bleibt gleich. Erneut kam Lohre nicht über 5,10 Meter hinaus, dabei hat der Sindelfinger ganz andere Ambitionen. Im Stabhochsprungwettkampf der Männer gewann Lohre die Bronzemedaille.

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Erfolgreich testete Sabrina Lindenmayer am Samstag ihre Sprintform. Das Hürdenass des VfL Sindelfingen arbeitet sich über Vorlauf und Zwischenlauf bis ins 60-Meter-Finale vor. Im sechsten und letzten Vorlauf siegte sie mit 7,70 Sekunden, im Zwischenlauf wurde sie Zweite und steigerte sich auf 7,65 Sekunden, im Finale lief sie in der gleichen Zeit auf einen guten vierten Rang. Deborah Hufschmidt schied im Halbfinale mit 7,79 Sekunden aus.

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Auch bei den Männern schaffte es ein Sindelfinger ins Finale. Johannes Wiesner zündete schon im Vorlauf den Turbo und schlug sogar den Kornwestheimer Alex Wilson mit 6,92 Sekunden. Im Halbfinale steigerte er sich neben dem schnellen Alex Schaf auf 6,85 Sekunden und im Endlauf konnte Wiesner seine Zeit bestätigen. In 6,86 Sekunden wurde der Junior Siebter in der Männerklasse und stellte eine neue Bestleistung auf. Ebenfalls im 60-Meter-Halbfinale standen John-Henry Tate (6,95 Sekunden), Carsten Theurer (6,99 Sekunden) und Deniz Almas (7,05 Sekunden). ?Ich bin heute voll zufrieden. Die ganze letzte Woche war ich krank, dafür ging es schon recht gut?, sagt Almas, der noch der Jugendklasse angehört.

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An einer Medaille schrammte im 400-Meter-Lauf Alexander Schif vorbei. Er wurde in 49,66 Sekunden Vierter, Mehrkämpfer Christoph Ewinger lief auf Platz neun. Außer Wertung startete Wandifah Sanneh. Der Asylbewerber aus Gambia hat sich dem Sindelfinger Team angeschlossen und zeigte über die zwei Hallenrunden sein Können. Wandifah ging sehr verhalten an, erst auf der Zielgeraden zeigte er einen starken Spurt. 49,45 Sekunden wurden für ihn gestoppt, die drittschnellste Zeit eines Starters im süddeutschen Vereinstrikot.

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Die einzige Einzel-Medaille am Sonntag sicherte sich Sabrina Lindenmayer. Die Hürdensprinterin qualifizierte sich ohne Schwierigkeiten für den A-Endlauf, im Finale musste sie sich nur Jenna Pletsch aus Saarbrücken geschlagen geben. In 8,42 Sekunden wurde Lindenmayer Vizemeisterin.

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Einziger Sindelfinger Teilnehmer in der U 18 war Alexander Gacic, der im 60-Meter-Hürdenfinale mit 8,37 Sekunden auf einen guten fünften Platz lief.

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Abschließend holte die 4x400-Meter-Staffel des VfL Sindelfingen in der Besetzung Yannik Frers, Patrick Oehler, Alexander Schif und Christoph Ewinger in 3:19:45 Minuten Silber.

erstellt von szbz.de