Der VfL hat vier Asse am Start
  14.02.2020 •     Wettkampf Pressemitteilung

Saskia Drechsel in der SZBZ vom 14.02.20: Die Hallensaison der jugendlichen Leichtathleten des VfL Sindelfingen findet am Wochenende ihren Höhepunkt. Die deutschen Hallenmeisterschaften der U20 werden am Samstag und Sonntag ausgetragen. Die weite Fahrt nach Neubrandenburg treten vier Sindelfinger an.

Eine gute Ausgangsposition hat Jacqueline Hamann. In ihrem ersten Jahr in der U20-Klasse ist sie vor wenigen Wochen schon über 3,90 Meter gesprungen. Die Konkurrenz ist in Neubrandenburg mit nur neun gemeldeten Teilnehmerinnen recht klein, nur zwei Springerinnen im Feld haben bisher die vier Meter gemeistert, dahinter ist die Konkurrenz eng zusammen. „Ich nehme mir vor, bei den Meisterschaften technisch sauber zu springen und mit der nötigen Entschlossenheit in den Wettkampf zu gehen“, sagt Jacqueline Hamann.

Nur ihren letzten Wettkampf bei den süddeutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende will Hamann am liebsten schnell vergessen: „Ich habe leider technisch nicht umsetzen können, was wir derzeit trainieren, obwohl die Trainingseinheiten zuvor nicht schlecht liefen. Es war einfach nicht mein Tag“.

Specht greift über 3000 Meter an

Paul Specht ist am Wochenende in Neubrandenburg der einzige Medaillenkandidat der Blau-Weißen. Er startet über die 3000-Meter-Strecke und rechnet sich dabei einiges aus.

Auch Kim Bödi ist über die Mittelstrecke unterwegs. Im 51 Teilnehmerinnen starken 1500-Meter-Feld wird sie um einen Endlauf kämpfen müssen. „Das ist mein Ziel. Allerdings gibt es ein extrem starkes Teilnehmerfeld, und deshalb wird es nicht leicht, unter die ersten Zwölf zu laufen, aber das will ich unbedingt schaffen“, sagt Bödi entschlossen. Ihre Hallensaison lief bislang durchwachsen, die 18-Jährige tat sich in Wettkämpfen und Training schwer und will, um erfolgreich damit abschließen zu können, alles in ihren Lauf legen.

Beim an die Jugendhallenmeisterschaften angegliederten Winterwurf-Wettkampf will VfL-Speerwerferin Nina Nawroth angreifen. Die 18-Jährige möchte an die Saison 2018 anknüpfen, als sie den Bronzerang belegte.

„Letzte Saison war nicht befriedigend, ich war ständig verletzt, der 600-Gramm-Speer war neu, und der Ellenbogen machte Schmerzen“, erzählt Nawroth. Am Samstag möchte sie schmerzfrei werfen und hat sich das Finale der besten Acht vorgenommen. „Vor zwei Wochen habe ich das erste Mal draußen den Speer geworfen, beim Wettkampf in Offenburg. Der Einstieg mit 41,5 Metern war ganz ok. Für die Deutschen sollten da natürlich vier bis fünf Meter drauf“, sagt die Speerwerferin, die möglichst früh auch die Qualifikation für die deutschen Freiluftmeisterschaften der Jugend im Ulmer Donaustadion abhaken möchte. Dann hätte sich die lange Fahrt gelohnt.

Jacqueline Hamann will in Neubrandenburg technisch sauber springen. Mit etwas Glück kann die Sindelfingerin eine Medaille holen. Bild: Drechsel

erstellt von Saskia Drechsel