Der VfL angelt sich zwei Sprinter
  27.11.2015 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Von LAZ Kornwestheim-Ludwigsburg wechseln die talentierten Israel Ereme und Michael Nager nach Sindelfingen

In die neue Leichtathletiksaison wird der VfL Sindelfingen mit der vollen Sprint-Power starten. Mit Michael Nager und Israel Ereme durften sich die Blau-Weißen gleich über zwei hochkarätige Neuzugänge freuen. Besonders rosig sieht die Zukunft der Juniorenstaffel über die 4x100 Meter aus.

Gerade absolviert das Sprinter-Doppelpack eine harte Vorbereitung für den Erfolg. Michael Nager und Israel Ereme trainieren am Olympiastützpunkt Stuttgart unter Trainer Marlon Odom, der auch Top-Athlet Gregor Traber unter seinen Fittichen hat.

In fünf Einheiten pro Woche steht gerade der Kraftraum im Mittelpunkt, aber auch Tempoläufe gilt es zahlreiche zu absolvieren. Und so plagt das Duo gerade kräftiger Muskelkater. „Wir stellen im Training Qualität über Quantität. Wir machen weniger aber das dann sauberer und besser. Das wird natürlich ziemlich anstrengend“, weiß Israel Ereme aus dem Trainingsalltag zu berichten.

Der 19-Jährige steigt im kommenden Jahr in die Juniorenklasse auf und hat sich schon im Jugendalter einen Namen als Sprinter gemacht. Seine Bestzeit steht bei 10,77 Sekunden, bei baden-württembergischen Meisterschaften, ist der Student stets vorne mit dabei.

Seinen größten Erfolg feierte er aber Seite an Seite mit Michael Nager. Beide waren in 2015 im Trikot des LAZ Kornwestheim-Ludwigsburg unterwegs und trumpften bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Jena auf. Im Quartett mit Josué Ndombasi und Henrik Hannemann rannten sie zur Goldmedaille und zum deutschen Jugendmeistertitel mit der Staffel.

Ein tolles Erlebnis für Ereme, der schon mit sieben Jahren zur Leichtathletik kam. „Da gab es eine Kinderserie mit einem blauen Igel, der unglaublich schnell rennen konnte. Ich wollte das auch und habe dann mit der Leichtathletik angefangen“, sagt der Mechatronik-Student. Inzwischen rennt er mit seinen großen Schritten über die 100 und die 200 Meter der Konkurrenz davon. „Weil ich so einen langen Schritt habe, hat mein Trainer auch gemeint, dass ich mich im nächsten Jahr mal über die 400 Meter versuchen soll.“ Doch auch an der Kurzsprint-Technik wird kräftig getüftelt. „Ich muss auf meine Hüftstellung achten, ich laufe oft zu tief und am Start muss ich auch noch feilen.“

Mit einem großen Traum vor Augen fällt Israel Ereme das tägliche Training umso leichter. „Mein Traum ist, es im nächsten Jahr zu den Olympischen Spielen in Rio zu schaffen, aber ich weiß, dass das utopisch ist. Hauptsache ich habe ein Ziel vor Augen.“

Ganz konkret sind auch die Ziele von Michael Nager. Der angehende Abiturient konzentriert sich ganz auf die 100-Meter-Strecke und hat eine Bestzeit von 10,76 Sekunden vorzuweisen. Im kommenden Jahr soll eine Fünf hinter dem Komma stehen. „Ich will unbedingt unter 10,60 Sekunden laufen und es bei den deutschen Juniorenmeisterschaften ins Finale schaffen.“ Nager konnte schon im U18-Bereich Erfolge feiern und rannte auf den Bronzeplatz bei den deutschen Jugendmeisterschaften.

Potenzial hat er noch in den Bereichen Kraft und Ausdauer. „Außerdem habe ich Probleme in der Übergangsphase, ich komme oft erst nach 60 Metern so richtig ins Rennen und hole auf“, sagt der VfL-Neuzugang. Auch er hat die ganz großen Ziele im Kopf, will unbedingt einmal bei einer Weltmeisterschaft oder bei Olympischen Spielen starten.

Nach einem intensiven Vorbereitungstraining werden beide Neulinge ihre ersten Wettkämpfe im VfL-Trikot schon unter dem Hallendach bestreiten. „Ich will auf jeden Fall einige Hallenwettkämpfe machen, damit ich sehe, wo ich stehe. Außerdem brauche ich die Wettkämpfe für meine Motivation“, so Michael Nager.

Ähnliche Staffelerfolge wie in diesem Sommer hat man auch beim VfL Sindelfingen mit den beiden vor. Schließlich gehören sowohl Johannes Wiesner und Sebastian Neumann als auch Deniz Almas 2016 der Juniorenklasse an.

Alle drei sind schon unter 10,80 Sekunden gelaufen. Eine Staffel-Medaille für ein Sindelfinger Quartett bei den deutschen Juniorenmeisterschaften ist damit in greifbare Nähe gerückt.

erstellt von szbz.de (sd)