Der große Wurf bleibt aus
  09.02.2017 •     Pressemitteilung

Sieben Medaillen, allerdings kein Meistertitel – der Auftritt der Sindelfinger Leichtathleten bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften in Frankfurt bot Licht und Schatten.

Eine Medaille gab es für die Athleten des TSV Dagersheim. Luca Jakob gewann im Stabhochsprung der U18 mit überquerten 4,30 Meter die Silbermedaille. Strahlen konnte auch Yannik Frers vom VfL, der 400-Meter-Hürdenläufer verbesserte in einem schnellen Rennen seine Bestzeit über die flachen zwei Hallenrunden um eine starke Sekunden auf 49,28 und wurde Dritter. „Ich bin sehr zufrieden und erleichtert. Von der Staffel her wusste ich, dass ich solche Zeiten laufen kann. Und, dass es dann noch zu Bronze gereicht hat, ist natürlich super“, sagt Frers. Auch bei Sprinter Deniz Almas war die Freude, zumindest am Sonntag groß. Über die 200-Meter-Strecke verbesserte er seine Bestleistung gleich zwei Mal. Im Finale blieb die Uhr bei 21,75 Sekunden stehen. „Die 200-Meter-Läufe waren mega. In diesem Jahr hatte ich keine Probleme mit meinem Hüftbeuger und konnte die Tempoläufe durchziehen, deswegen bin ich so schnell“, sagt Almas zu seinem Lauf auf den Bronzerang. Ziemlich zufrieden stand Leo Lohre am Sonntag mit seiner Silbermedaille auf dem Siegerpodest, der Wettkampf war allerdings nicht nach Wunsch verlaufen. „Ich bin zwar recht zufrieden mit der Platzierung, aber meine Sprünge sind nicht konstant. Die letzten Schritte in Kombination mit dem Aufrollen passen noch nicht zu hundert Prozent zusammen“, sagt Lohre. Anna Becker knackte über die 1500-Meter-Strecke die Norm für Leipzig und gewann Silber, musste dafür aber mächtig kämpfen: „Ich bin auf jeden Fall froh, dass die Norm noch geklappt hat. Die ersten 600 Meter waren viel zu langsam. Da dann zu beschleunigen tat richtig weh hinten raus“, sagt Becker. Enttäuschung sah man im Gesicht von Tamara Schaßberger. Die Stabhochspringerin meisterte 3,80 Meter, dann kamen aber die Schwierigkeiten. Zwei Mal scheiterte die Vaihingerin an der um zehn Zentimeter höher liegenden Latte. Weil auch Konkurrentin Marie Bode Probleme hatte, mit überquerten 3,80 Metern und einem Fehlversuch weniger aber vor Schaßberger lag, und die Führenden Stefanie Daubner die Höhe übersprungen hatte, entschied sich die Athletin zu einem mutigen Schritt. Aus taktischen Gründen ging sie, ohne die 3,90 Meter überquert zu haben, mit einem letzten Versuch die vier Meter an, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben. Für Schaßberger ging es um alles oder Nichts, doch die Latte blieb nicht liegen. Damit musste sie sich mit Platz drei zufriedengeben. „Das war einfach nicht mein Wettkampf“, sagt Schaßberger enttäuscht. Auch Sebastian Neumann hatte sich seine Auftritte in der Hallensaison ganz anders vorgestellt. Mit einer Meniskusreizung musste er lange pausieren. In Frankfurt schied er mit 7,15 Sekunden im Zwischenlauf aus. „Leider war das nicht das, was ich wollte. Im Zwischenlauf hat mein Knie wehgetan und dann ging leider nichts mehr, ziemlich enttäuschend“, sagt Neumann.

erstellt von Saskia Drechsel / SZBZ