Der goldene Wurf der Gina de Facendis
  06.04.2014 •     Pressemitteilung

Der erste Startschuss für einen Sindelfinger in Ungarn fiel für Reinhard Michelchen, der bei internationalen Meisterschaften schon zahlreiche Erfolge feiern konnte. Er trat in der Altersklasse M60 über 60 Meter in den Startblock. In dem Wissen, dass der zweite Platz reichen würde, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren, ließ Michelchen nach 50 Metern austrudeln. „Dann kam mir noch ein Sprinter aus Großbritannien gefährlich nahe. Ich habe kurz beschleunigt, darauf hat mein Beuger mit einem schmerzhaften Stich reagiert“, sagt der Sprinter.

Zwar konnte er sich sicher für das Halbfinale qualifizieren, musste aber verzichten. Beim 400-Meter-Rennen versuchte er es erneut. Als Mitfavorit war der Sindelfinger angereist. „Es ging aber nicht. Nach 200 Metern ließ ich den führenden Japaner ziehen und habe das Rennen abgebrochen.“

Zwei Platzierungen unter den Top-Acht der W45 konnte Sabine Grissmer erringen. Sie startete als erste Werferin in den Hammerwurf-Wettkampf und landete nach sechs Durchgängen mit 36,76 Metern auf dem sechsten Platz. Auch im Diskuswerfen war Grissmer erfolgreich. Hier wurde sie nach einer konstanten Serie mit 30,40 Metern Siebte. Nur der Gewichtswurf lief nicht nach Plan. Die Konkurrenz war zu stark und die Sindelfingerin belegte mit 10,39 Metern den Rang 14. Antonius Kontos trat im Gewichtswurf an. Mit starken 15,19 Metern belegte er den vierten Platz in der M45.

Auch Bernhard Grissmer hatte in Budapest mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. In einem der zwölf Vorläufe über die 200 Meter der M55 versuchte er das Halbfinale zu erreichen. Doch Grissmer musste grippegeschwächt antreten und kam nach 28,14 Sekunden ins Ziel. Das reichte nicht für eine Semifinal-Qualifikation, auf einen Start über die 400-Meter-Strecke musste der Athlet dann verzichten.

Anders Ernst Litau: Er wurde in seinem 200-Meter-Vorlauf der M50 Zweiter und konnte mit seinen 25,76 Sekunden den 21. Platz in einem 78 Mann starkem Starterfeld belegen. Für eine Halbfinalqualifikation reichte das allerdings nicht aus. Einen Platz in der deutschen 4?x?200-Meter-Staffel hatte er aber sicher. Auf der 400-Meter-Strecke konnte er sich mit 57,94 Sekunden für das Halbfinale qualifizieren, traf dort aber auf starke Konkurrenz und verlor nach einem Gerangel deutlich an Tempo. Insgesamt reichte es für den Sindelfinger auf Rang 18. Im Staffellauf trug Litau schließlich das Holz als Schlussläufer ins Ziel, die Deutschen wurden hinter den USA Vierter. Dieter Köhl startete im Hochsprung der M55. Er konnte 1,65 Meter überspringen und erreichte den fünften Platz, war aber mit seinem Wettkampf nicht ganz zufrieden.

Strahlen war bei Gina de Facendis angesagt. Sie sorgte in der M55 aus Sindelfinger Sicht für einen goldenen Schlusspunkt. Bei optimalen Bedingungen gelang de Facendis schon im ersten Durchgang der goldene Wurf. Mit 33,85 Metern stellte die Speerwerferin eine neue Bestleistung auf und zeigte sich bei den Weltmeisterschaften auf den Punkt topfit. Mit über drei Metern Vorsprung siegte die Sindelfingerin und durfte sich die Goldmedaille umhängen lassen.

Stolz mit Urkunde und Medaille: Gina de Facendis. Bild: z

erstellt von szbz.de (Saskia Drechsel)