Deniz Almas: Vielstarter im blauen VfL-Trikot
  18.02.2014 •     Pressemitteilung

Viel Pech und nur eine Endkampf-Platzierung. Der Heimvorteil nützte den Sindelfinger Leichtathleten bei den deutschen Jugendhallenmeisterschaften im Glaspalast wenig. Knappe und unglückliche Entscheidung kosteten so manchen guten Rang auf der Ergebnisliste.

Den Auftakt zum zweitägigen Wettkampf-Marathon machten am Samstagvormittag die Staffeln über 4x200 Meter. Trainer Peter Wiesner schickte das Quartett Deniz Almas, Leon Bühler, Lukas Wiesner und Lukas Mayer ins Rennen. Der schnellste Sindelfinger Jugendliche Sebastian Neumann verzichtete aufgrund des wenig später stattfindenden 200-Meter-Rennens auf einen Staffelstart.

Almas startete gut in die Hallenrunde und übergab das Holz an zweiter Position liegend an Leon Bühler. Auch Mayer und Wiesner machten ihre Sache gut und brachten das Holz als Zweitplatzierte im sechsten von zwölf Vorläufen ins Ziel. 1:33,28 Minuten benötigten die vier Sindelfinger. Für das Finale reichte das nicht. Die VfL-Athleten belegten Platz neun im 40 Staffeln starken Feld. Eine gute Leistung, wenn man bedenkt, dass das Quartett stark ersatzgeschwächt war. Mit Leon Bühler und Lukas Wiesner traten ein Mehrkämpfer sowie ein Diskuswerfer an. Das waren ein toller Lauf und sichere Wechsel, lobt Trainer Peter Wiesner.

Deniz Almas absolvierte am Wochenende gleich drei Starts. Der 16-Jährige gehört zwar der jüngeren Altersklasse U18 an, konnte sich aber dennoch bei den Jugendmeisterschaften beider Klassen Startplätze über 60 und 200 Meter und in der VfL-Staffel sichern. Am Samstag zeigte er auf der Rundbahn von Bahn zwei aus ein schnelles Rennen und präsentierte sich im zweiten Vorlauf gut. Nach 22,85 Sekunden sprintete Almas ins Ziel, das ist nicht weit weg von der Bestzeit des Sprinters, aber für das Finale reichte diese Zeit erwartungsgemäß nicht. Schließlich steckte der Staffeleinsatz noch voll in den Beinen.

Am Sonntag standen dann die 60-Meter-Vorläufe auf dem Programm. Ich hatte einen guten Start, auf den letzten Metern habe ich aber technische Fehler gemacht, beschreibt Almas sein Rennen. In 7,17 Sekunden wurde der 16-Jährige Vorlaufs-Sechster. Besonders ärgerlich für ihn: Um wenige Hundertstelsekunden verpasste der Sprinter den angepeilten Zwischenlauf über die Kurzsprintdistanz. Das ist richtig schade, wenn ich gut durchgelaufen wäre, hätte es gereicht, sagt er. Dennoch ist Deniz Almas zufrieden mit seinem Auftritt: Dafür, dass ich bei allen drei Wettkämpfen gelaufen bin, hat es wirklich gut geklappt. Jetzt geht es los mit der Vorbereitung, die Freiluftsaison ist sowieso wichtiger.

Auch Tobias Kocholl musste seine Finalträume begraben. Der 800-Meter-Läufer war schon am Samstag zum Vorlauf angetreten. Er ordnete sich im acht Läufer starken Feld im vorderen Mittelfeld ein und lief ein routiniertes Rennen. Nachdem die ersten Runden recht moderat angegangen wurden, gaben die Läufer in der letzten Hallenrunde Vollgas. Tobias Kocholl mühte sich, verlor aber den Anschluss an den Wiesbadener Marc Reuther und den Leipziger Felix Rüger. Dennoch erreichte der Sindelfinger als dritter Läufer das Ziel. In passablen 1:57,46 Minuten. Schneller war er bisher nur in der letzten Woche gelaufen. Für eine Finalqualifikation fehlten aber knapp zwei Sekunden. Er hat sich gut geschlagen, hat aber nicht den richtigen Lauf erwischt, sagt Trainer Harald Olbrich. Tobias Kocholl ärgert sich über die verpasste Chance: Wir sind zu langsam angegangen, ich habe dann versucht dran zu blieben, aber die letzten fünfzig Meter waren richtig hart, das ist jetzt sehr schade.

Mit seinem Auftritt bei den deutschen Jugendmeisterschaften wollte Sebastian Neumann nicht so recht zufrieden sein. Mit viel Pech hatte der 18-Jährige zu kämpfen, am Ende wolle es nicht reichen. Sein großes Ziel verpasste Neumann. Für den Sindelfinger Sprinter gab es keine Endlauf-Qualifikation.

 

erstellt von szbz.de (Saskia Drechsel)