„Das war ein Befreiungsschlag“
  06.06.2016 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: VfL-Kugelstoßer Tobias Dahm knackt die EM-Norm

Endlich ist sie auch bei einem Freiluftwettkampf gefallen: Tobias Dahms bisher größtes Hindernis, die 20-Meter-Marke. Hatte sich der Kugelstoßer des VfL Sindelfingen in den letzten Jahren, Monaten und Wochen noch die Zähne daran ausgebissen, konnte er am Samstag in Rumänien endlich jubeln. Seine Kugel flog auf 20,10 Meter. Damit ist die Norm für die Leichtathletik-Europameisterschaften abgehakt.

Mit der SZBZ hat Tobias Dahm über den Wettkampf, seine Leidenszeit und die weitere Saisonplanung gesprochen.

Herzlichen Glückwunsch zu einer neuen Freiluft-Bestleistung und der EM-Norm. Es muss Ihnen ein Stein vom Herzen gefallen sein.

Tobias Dahm: „Vielen Dank! Auf jeden Fall war es für mich ein riesen Befreiungsschlag, die zwanzig Meter endlich gestoßen zu haben. Der ganze Wettkampf war an sich stark, ich habe gleich mehrmals an die zwanzig Meter herangestoßen, ein Mal dann eben drüber.“

Bisher waren Sie mit Ihren Leistungen noch nicht so wirklich zufrieden. War zu Beginn der Freiluftsaison der Wurm drin?

Tobias Dahm: „Ich habe in den letzten Wochen schon stark gezweifelt, weil es nicht so lief wie erhofft. Überall liest und hört man von der Olympianorm. Da ist es schwer, ruhig zu blieben. Jetzt habe ich alles noch einmal Revue passieren lassen und eigentlich ist diese Saison bisher ganz normal verlaufen.“

In welcher Hinsicht?

Tobias Dahm: „Ich habe bisher immer ein paar Wettkämpfe gebraucht, um weit zu stoßen. Wir haben das Programm durchgezogen. Meine Trainer Peter Salzer und Joachim Lange haben mich immer beruhigt und gemeint, das wird schon. Jetzt werde ich von Wettkampf zu Wettkampf immer besser.“

Die Olympianorm liegt bei 20,50 Metern. Bisher hat sie nur ein Deutscher, nämlich David Storl geknackt. Was haben Sie in dieser Saison noch vor?

Tobias Dahm: „Ich muss jetzt einfach versuchen ruhig zu blieben, dann ist da noch einiges drin. Ich werde immer fitter und setze alles technisch immer besser um. Das ist auch eine Sache der Frische, deswegen war es zu Beginn noch nicht abrufbar. Mit den zwanzig Metern im Kopf kann ich weiter machen.“

Wie haben Sie denn Ihre weitere Freiluftsaison geplant?

Tobias Dahm: „Jetzt habe ich die EM-Norm und dadurch auch mehr Zeit die Norm für die Olympischen Spiele zu stoßen. In der nächsten Woche will ich nicht so weit fahren und starte bei einem Wettkampf in der Nähe und dann kommen auch schon die deutschen Meisterschaften in Kassel. In dem Zeitraum, in dem die Europameisterschaften stattfinden, gibt es fast keine anderen Wettkämpfe, deswegen bin ich froh, in Amsterdam zu starten. Ich brauche Leute, um weit zu stoßen, das kommt mir entgegen.“

erstellt von szbz.de