Bergdolt nutzt den Heimvorteil
  23.02.2016 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Der Sindelfinger gewinnt beim 14. Glaspalastlauf das Duell gegen den Titelverteidiger Samir Baala

Im dritten Anlauf hat sich Lokalmatador Johannes Bergdolt (Team Physiotherapie Kontos Gärtringen) beim Glaspalastlauf in Sindelfingen gegen den zweifachen Gewinner Samir Baala aus Straßburg durchgesetzt. Auch wenn der Zieleinlauf erst im Sprint erfolgte – vorentscheidend war, dass der Sindelfinger im ansteigenden Gelände bei Kilometer vier sich noch nicht hatte abschütteln lassen.

„Der Glaspalastlauf hat sich in der Läuferszene zu einer Veranstaltung entwickelt, bei der auch Spitzenläufer ihre Form nach dem Winter überprüfen – wobei dieser Winter ja eigentlich nicht wirklich einer war“, sagte Veranstalter Axel Stahl zur erneut sehr guten Beteiligung des auch in der Spitze starken Teilnehmerfeldes.

Rund 525 Starter waren am Sonntag dabei, um wahlweise zehn (448 Finisher), beziehungsweise sechs Kilometer (75 Finisher) durch Sindelfinger Siedlungs- und Waldgebiet zu laufen. Hinzu kamen 115 Teilnehmer bei den Schülerläufen plus etliche Bambini. Claus Regelmann als Hausherr vom Glaspalastverein hatte unmittelbar nach dem Start des Hauptlaufs eine Starterzahl von 580 Teilnehmern auf der Facebook-Seite des Glaspalastes gepostet.

Die Spitzengruppe ließ es bei angenehmen Laufbedingungen und weder matschigem noch rutschigem Untergrund zunächst noch etwas verhalten angehen. Dann aber verschaffte sich Johannes Bergdolt bis Kilometer 4 ein kleines Polster von etwa 30 Metern vor Samir Baala, dem zweifachen französischen Marathonmeister und Gewinner der Marathonpremiere letztes Jahr im Rahmen der Schönbuch-Trophy in Herrenberg. „Da war mir dann auch klar, dass es ganz schwer für mich werden würde, heute zum dritten Mal hintereinander in Sindelfingen zu gewinnen“, gab Baala kurz vor der Siegerehrung zu Protokoll.

Zwar ließ Bergdolt den Franzosen diesmal noch einmal herankommen, ein gutes Stück liefen die beiden sogar auch gemeinsam, zurück in der Glaspalastarena zündete Bergdolt dann aber seinen Turbo und nahm Baala auf den letzten Metern bis zur Ziellinie in 34:17 Minuten noch vier Sekunden ab. „Es war eine enge Kiste, aber ich wollte unbedingt gewinnen“, sagte der überglückliche Sieger dieses dritten Laufs der Winterlaufserie im Kreis Böblingen. Baala gratulierte seinem Bezwinger: „Ich bin eben kein Sprint-Ass, meine Stärke sind die langen Strecken. Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden mit meiner Leistung. Für mich war das heute ein Tempolauf unter Wettkampfbedingungen, da konnte es mir nur recht sein, mit Johannes einen starken Herausforderer zu haben.“

ei den Frauen gewann Judith Wagner vom Lauftreff Starzach (40:01 Minuten), eine Dreiviertelminute dahinter holte sich die fünffache Glaspalastlauf-Siegerin Michaela Renner-Schneck (VfL Sindelfingen Tria) den zweiten Platz. „Ich hatte mich heute Morgen beim Frühstück erst zum Start entschieden, nachdem ich mich zu einem langen Trainingslauf nicht aufraffen konnte. Entsprechend hatten es dann aber auch die zehn Kilometer in sich, ich musste ganz schön kämpfen.“ Glücklich zeigte sich Fiona Dermann (LT Holzgerlingen), nachdem sie das Duell um den dritten Platz gegen die Schönbuch-Gewinnerin von 2015, Isabelle Zimmerhakl (Spvgg Weil der Stadt) mit acht Sekunden Vorsprung (43:03 Minuten) für sich entschieden hatte. Kerstin Bannwolf (AST Süßen), die Gewinnerin des eXtreme-Run in Magstadt zum Auftakt der Winterlaufserie, wurde Sechste.

Beim Stahl-Sport-Shop-Lauf über sechs Kilometer kam Titelverteidiger Thomas Trenc (Team AR Sport Asperg) diesmal auf den zweiten Platz. Mit exakt dessen Siegerzeit von 2015 (23:25 Minuten) machte diesmal der aus Freiburg angereiste Dominic Marquedant (LT Rheinhessen-Pfalz) das Rennen. Nick Nadler (Sommerbiathlon Bondorf) hielt wie schon im Vorjahr die Fahnen der Kreisläufer hoch, auch wenn der 15-Jährige aus Starzach mit seiner Zeit von 27:09 Minuten haderte: „Ich bin das Rennen wohl etwas zu schnell angegangen“, meinte er. Bei den Frauen hatten Swantje Friedrich (TV Altdorf) in 29:46 Minuten und Katharina Kunisch (SV Böblingen) in 30:43 Minuten die Nase vorn.

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