Baur und Neumann können nur zuschauen
  17.02.2015 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Die beiden Sindelfinger haben die Hallensaison wegen Verletzung abgehakt, dafür haben sie bei den Veranstaltungen im Glaspalast mit angepackt

Die zwei Sindelfinger Athleten teilen nämlich seit einigen Monaten dasselbe Schicksal. Beide haben sich recht schwer verletzt und mussten sich auskurieren, anstatt sich auf die Hallensaison vorzubereiten.

Statt Tempoläufen und Sprints standen Stabilisationstraining, Radfahren und Aquajogging auf dem Programm. Keine leichte Zeit für die Vollblut-Sportler, zumal sowohl Eva Baur als auch Sebastian Neumann schon in der Freiluftsaison im Jahr 2013 nicht so richtig zum Zuge kommen konnten.

Sebastian Neumann sprintete schon bei den ersten Wettkämpfen in Topform vorneweg und malte sich große Chancen aus für die U20-Weltmeisterschaften in Eugene als Staffelläufer nominiert zu werden. Dann zog er sich eine Muskelverletzung zu, kämpfte sich wieder heran und verletzte sich erneut. Der große Traum war geplatzt, doch Neumann schöpfte bald neue Motivation und bereitete sich auf das nächste Wettkampfjahr vor.

Doch der Gäuathlet scheint gerade vom Verletzungspech verfolgt zu sein. Schon zu Beginn der Vorbereitung gab es die nächste Hiobsbotschaft zu vermelden: Nun war es ein Belastungsödem am Wadenbein, das dem Sprinter zum Verhängnis wurde. Nur eingeschränkt war ein Training möglich. Kaum genesen schmerzte dann plötzlich der Rücken, auch in diesem Fall wurde eine lange Sprintpause verordnet.

Deswegen steht der 19-Jährige im Sindelfinger Glaspalast auch an der Stabhochsprunganlage und bedient die Anzeigetafel, während seine Vereinskameraden in der Hallenmitte vorbei sprinten. „Ich helfe immer, wenn ich nicht starte, schließlich profitiere ich bei meinen Wettkämpfen auch davon, wenn andere helfen“, sagt der Gärtringer. Viel lieber würde Neumann aber trotzdem selbst antreten. „Gerade wenn ich die Leistungen in meiner Altersklasse sehe, würde ich am liebsten gleich mitsprinten.“

Neumann versucht nun alles, um schnell wieder fit zu werden, besonders das Lockern der verkrampften Rückenmuskulatur steht im Vordergrund. Immerhin vier Mal pro Woche lässt es sich der angeschlagene Sportler nicht nehmen zu trainieren.

Die eingeschränkte Trainingszeit kommt Sebastian Neumann aber gerade auch zugute: „Im Moment ist an der Uni Prüfungszeit und ich muss viel lernen“, sagt der Leichtathlet, der seit dem Herbst in Esslingen BWL studiert.

Spätestens im Sommer will der 19-Jährige dann wieder selbst an den Start gehen, die Hallensaison ist längst abgeschrieben, aber auf die Freiluftsaison kann sich der Leichtathlet noch intensiv vorbereiten. „Ich habe viel Lust auf den Sommer, mir fehlt es richtig und ich hoffe, dass ich bald keine Schmerzen mehr habe.“

Ähnlich sieht es bei Eva Baur aus. Die Ammerbucherin plagte sich schon seit Mai mit Achillessehnenschmerzen herum, an Sprinttraining war nicht zu denken. Und so war auch die Sprinterin im Glaspalast nur in einer Nebenrolle im Einsatz, sie notierte unter anderem beim Weitsprung die Ergebnisse.

Nun ist Eva Baur seit einigen Wochen wieder schmerzfrei und wagt einen behutsamen Aufbau. Erste langsamere Tempoläufe standen schon auf dem Programm. Die Hallensaison kommt aber definitiv noch zu früh. Eva Baur hat die Sommersaison im Blick und möchte bis dahin wieder fit sein, deswegen steht nun ein langer Aufbau an, der sich immerhin positiv auf die Leistungen auswirken könnte.

erstellt von szbz.de