Alle VfL-Trümpfe stechen in Leipzig
  29.02.2016 •     Pressemitteilung

Leichtathletik: Sindelfinger holen kompletten Medaillensatz bei den deutschen Meisterschaften in Leipzig / Tobias Dahm, Nadine Hildebrand und Florian Gaul auf dem Treppchen

Gold, Silber und Bronze. Einmal den kompletten Medaillensatz haben die Leichtathleten des VfL Sindelfingen, namentlich Tobias Dahm (Gold im Kugelstoßen), Nadine Hildebrand (Silber über 60 Meter Hürden) und Florian Gaul (Bronze im Stabhochsprung) am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Leipzig abgesahnt.

Alle Medaillenhoffnungen haben sich erfüllt, und die Blau-Weißen haben mit der maximalen zu erwartenden Ausbeute die Heimfahrt angetreten. „Das ist ein tolles Ergebnis für Sindelfingen. Alle Athleten konnten ihre Leistung abrufen“, freut sich Harald Olbrich, beim VfL Sindelfingen verantwortlich für den Leistungssport.

Der neue deutsche Meister im Kugelstoßen heißt Tobias Dahm. Der 28-jährige Sindelfinger siegte am Samstag souverän. Sein Vorsprung betrug mehr als einen Meter. Dahm wurde mit seinem starken Auftritt in Leipzig seiner Favoritenrolle gerecht und zeigte einmal mehr, dass er in den letzten Wochen einen großen Schritt nach vorne gemacht hat.

In Leipzig stand der Sindelfinger dann im Mittelpunkt des Kugelstoßwettkampfes. Eine ungewohnte Situation für den Sindelfinger. Doch Tobias Dahm blieb nervenstark. Schon im zweiten Versuch standen die zwanzig Meter. Exakt 20,00 Meter wurden gemessen. Diese Weite konnte kein Stoßer annähernd übertreffen. Dahm durfte sich über die Goldmedaille und seinen ersten deutschen Meistertitel überhaupt freuen. Zweiter wurde mit 18,74 Metern Robert Dippel. „Der deutsche Meistertitel bedeutet mir sehr viel. Der Wettkampf verlief aber nicht wie erhofft. Die vielen Unterbrechungen haben uns außerdem etwas aus dem Rhythmus gebracht“, sagt Dahm. Für ihn waren die zwanzig Meter das Minimalziel. „Aber Titel ist Titel“, so der Sindelfinger. Nun wird sich Dahm auf die Hallen-Weltmeisterschaften in Portland vorbereiten.

Für noch mehr gute Laune bei den Sindelfingern sorgte Nadine Hildebrand (Bild: Drechsel/A). Die Hürdensprinterin ist von ihrem schweren Eingriff vor gut dreizehn Monaten inzwischen wieder vollständig genesen und zog nach einem Ergebnis von 8,11 Sekunden im Vorlauf souverän ins Finale über die 60-Meter-Hürdenstrecke ein. Im Finale entwickelte sich ein spannendes Rennen zwischen den schnellsten deutschen Hürdensprinterinnen. Am Ende hatte die jahresbeste Deutsche, Cindy Roleder, die Nase vorne. Direkt dahinter folgte Nadine Hildebrand. Sie rannte in starken 8,01 Sekunden ins Ziel und unterbot damit sogar die Norm für die Hallen-Weltmeisterschaften. Wieder einmal ist bewiesen, dass die Sindelfingerin ein Wettkampftyp ist. Wie so oft steigerte sie sich im Endlauf von deutschen Meisterschaften. „Ich habe mit meinem Trainer eine neue Zeitrechnung aufgemacht: nach der Knie-Operation. So gesehen bin ich heute Bestzeit gelaufen und Zweite geworden, habe alles rausgeholt, was möglich war“, sagt Nadine Hildebrand.

„Ich bin natürlich zufrieden. Mehr war nicht drin, vielleicht das eine oder andere Hundertstel wenn rechts von ihr noch eine Athletin gelaufen und nicht eine freie Bahn gewesen wäre“, so Trainer Werner Späth. Nun wird Hildebrand nach einigen Tagen Pause den Aufbau für die Sommersaison 2016 beginnen. Es gilt die Qualifikation für die olympischen Spiele in Rio de Janeiro anzugehen. Die Hallen-Weltmeisterschaften sind kein Thema. „Sie finden zu spät statt“, so Späth.

Für einen starken Schlusspunkt sorgte Florian Gaul (Bild: Drechsel/A). Der Stabhochspringer hat in dieser Saison schon die 5,60 Meter gemeistert und hatte für die deutschen Meisterschaften hohe Ambitionen. „Ich hatte im Vorfeld gedacht, dass mit 5,60 Metern die Bronzemedaille möglich ist“, so Gaul. Raphael Holzdeppe, Favorit des Wettkampfes verletzte sich dann aber im Einspringen. „Damit sind die Chancen auf eine Medaille natürlich gestiegen“, so Gaul. Der Sindelfinger zeigte einen guten Wettkampf, überquerte 5,50 Meter und scheiterte nur knapp im ersten Versuch an den 5,60 Metern. Hinter Daniel Clemens und Carlo Paech gewann der VfL-Athlet die Bronzemedaille. „Dass am Ende 5,50 Meter und der dritte Platz zu Buche stehen, ist ein versöhnliches Ende. Ich wäre allerdings gerne höher gesprungen“, sagt Gaul.

erstellt von szbz.de