Absage vom Bundestrainer
  04.07.2013 •     Pressemitteilung

Schon im Vorlauf über die 100-Meter-Strecke musste er nur den Franzosen Stuart Dutamby ziehen lassen. Wiesner erreichte nach guten 10,82 Sekunden das Ziel. Mit dieser Zeit qualifizierte sich der schnelle VfL-Leichtathlet für das C-Finale. Im Endlauf konnte sich Wiesner deutlich steigern. Der 19-Jährige benötigte 10,75 Sekunden und wurde Dritter in seinem Lauf.

Trotz böigem Wind und schlechten Bedingungen zeigte Wiesner, dass er trotz Verletzungspause schnell laufen kann. Nur vier deutsche Athleten liefen in ihren Finals schneller als der Athlet des VfL Sindelfingen. Dann stand für Johannes Wiesner ein Einsatz in der zweiten Staffel des deutschen Leichtathletik Verbands an.

Gemeinsam mit Niklas Nolte, Michael Hamann und Till Helbig war der VfL-Sprinter als zweiter Läufer auch hier erfolgreich. Das Quartett schlug in 40,83 Sekunden sogar die erste deutsche Mannschaft. Nach einem hervorragenden Lauf wurde er vom Bundestrainer für den zweiten Lauf am Sonntag einbestellt. Am nächsten Tag zeigte Johannes Wiesner erneut in den Diensten der DLV-Staffel eine gute Leistung und brachte als Schlussläufer das Staffelholz sicher ins Ziel, das die erste deutsche Staffel gar nicht erreichte.

Dann begann das bange Warten und schlussendlich folgte die enttäuschende Nachricht vom Bundestrainer. „In der Staffelrangfolge belegt Johannes Platz sieben und sechs Athleten werden nach Rieti fahren, hat der Bundestrainer gemeint“, sagt Trainer und Vater Peter Wiesner.

Diese Entscheidung stößt beim Vater-Sohn-Gespann auf großes Unverständnis, schließlich belegt Johannes Wiesner in der DLV-Bestenliste unter allen infrage kommenden Staffelläufern Platz fünf. Nun ist die Enttäuschung für den 19-jährigen Sprinter natürlich groß, zumal die Hoffnung auf einen EM-Einsatz bis zuletzt groß war.

Ebenfalls in Mannheim angetreten waren Johannes Bergdolt und Jonas Kolzau. Bergdolt zeigte insgesamt einen guten Lauf über die 1500-Meter-Strecke, ließ zwar auf den letzten Metern etwas nach, aber stellte dennoch eine neue Bestleistung auf. Als drittschnellster Deutscher erreichte er in 3:54,65 Minuten das Ziel.

Auch Jonas Kolzau spurtete zur neuen Bestzeit über 800 Meter. Nach einer langsamen ersten Runde zog Kolzau auf den letzten 300 Metern stark an und ließ einige Konkurrenten hinter sich. Kurz vor dem Ziel verließen den Sindelfinger dann aber die Kräfte. Umso erstaunter war er über seine neue Bestzeit von 1:54,32 Minuten.

Bei den süddeutschen Meisterschaften waren neben den Aktiven-Athleten auch die Unter-18-Jährigen Sindelfinger am Start. Bei der männlichen U18 trumpfte Deniz Almas auf. Über die 100 Meter qualifizierte er sich im Vorlauf mit 11,31 Sekunden für den Zwischenlauf.

Dort steigerte er sich auf starke 11,22 Sekunden und verpasste unglücklich um eine Hunderstel-Sekunde das Finale der besten Acht.

Über die 200 Meter schied Luis Haidt mit 23,65 Sekunden als Vorlauf-Fünfter aus. Deniz Almas machte es besser und war erneut schnell unterwegs. Mit tollen 22,72 Sekunden zog er ins Finale ein. Dort wurde er in 22,83 Sechster. Den neunten Platz über die 800-Meter-Strecke sicherte sich Luisa Moroff. Die Sindelfingerin lief 2:22,51 Minuten schnell.

Bleibt im Startblock hängen: Der Sindelfinger Johannes Wiesner darf nicht zur Jugend-Europameisterschaft.